Nach 100 Jahren in den USA: Egger-Lienz „Totentanz“ in Tirol

14.05.2022 • 13:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach 100 Jahren in den USA: Egger-Lienz "Totentanz" in Tirol

Die vierte Fassung von Albin Egger-Lienz berühmtem Gemälde „Totentanz“ ist wieder in Tirol zu sehen: Nachdem es für rund 100 Jahre in Amerika war, kann es nun auf Schloss Bruck in Lienz bestaunt werden. Eine Tiroler Privatstiftung erwarb das Werk im Vorjahr und stellte es dem Museum für mindestens zehn Jahre zur Verfügung, hieß es in einer Aussendung.

Zuletzt war das Gemälde 1918 in der Ausstellung der Kunsthandlung Emil Richter in Dresden zu sehen, 1920 übersiedelte es mit seiner Eigentümerin, der deutsch-amerikanischen Operndiva Elisabeth Rethberg, in die USA. Im Jahr 2021 wurde es als bislang teuerstes Werk von Egger-Lienz im Dorotheum ersteigert.

Die fünfte Fassung von „Totentanz“ befand sich bereits über viele Jahrzehnte im Museum. Es wurde in den frühen 2000er-Jahren aber an die Erben der jüdischen Vorbesitzer zurückgestellt. 2006 ging es dann in den Privatbesitz von Rupert-Heinrich Staller über, der das Werk im Jahr 2014 für eine Ausstellung von Helena Perena dem Schloss Bruck zur Verfügung gestellt hatte. „Mit der vierten Fassung erhält Lienz nun eine Variante, die unmittelbar von Eggers Erfahrungen im Ersten Weltkrieg geprägt ist und daher eine Schlüsselposition in der Entwicklung des Motivs einnimmt“, sagte Perena.

(S E R V I C E – Sommersaison des Museum Schloss Bruck von 4. Juni bis 26. Oktober, Sammlung Egger-Lienz, Ausstellung „KOSMOS. Gerhard Haderer“ und „MENSCHSEIN. Oswald Kollreider 1922-2017“, Details zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen im Internet: )