Nach Unwetter in Spanien: Zwei Verletzte gestorben
Nach den Unwettern im Nordosten Spaniens am vergangenen Wochenende sind eine Frau und ihre 18 Jahre alte Tochter ihren Verletzungen erlegen. Die Stadtverwaltung der Hafenstadt Roda de Béra, etwa 75 Kilometer südwestlich von Barcelona, teilte dies am Mittwoch mit und ordnete zwei Trauertage an. Die beiden Frauen hatten bei dem Starkregen Zuflucht an einem Marktstand gesucht. Sie wurden schwer verletzt, als eine Mauer von den Wassermassen zum Einsturz gebracht wurde.
Neun weitere Menschen erlitten bei den Unwettern Verletzungen. Rund 300 Menschen mussten nach Behördenangaben von dem Campingplatz in Roda de Bera in Sicherheit gebracht werden. In El Vendrell, rund 60 Kilometer südwestlich von Barcelona, mussten etwa 100 Menschen aus einem Nachtclub in Sicherheit gebracht werden. In der 40.000-Einwohner-Stadt waren laut dem katalanischen Wetterdienst in 24 Stunden gut 145 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
Auch in den Nachbarorten Coma-ruga und Torredembarra gab es Überschwemmungen. Die Feuerwehr musste mehrere Menschen aus ihren von Wassermassen eingeschlossenen Autos retten. Spanien litt diesen Sommer unter wiederholten heftigen Hitzewellen. Der fortschreitende Klimawandel führt Experten zufolge zu häufigeren und heftigeren Extremwetter-Ereignissen wie Hitzewellen und Unwettern.