Nasenbären-Jungtiere machen erste Ausflüge im Zoo Schönbrunn

In der tierischen Wohngemeinschaft der Nasen- und Brillenbären im Tiergarten Schönbrunn ist aktuell besonders viel los: Vier junge Weißrüssel-Nasenbären unternehmen ihre ersten Ausflüge in die Außenanlage. “Ende März hat unser jüngeres Weibchen Jungtiere zur Welt gebracht. Nasenbären sind Nesthocker. Sie kommen blind zur Welt und verbringen ihre ersten sechs bis sieben Lebenswochen gut versteckt in Baumnestern”, erläuterte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
Deshalb waren sie für die Besucherinnen und Besucher bisher kaum zu sehen, wurde der Direktor in einer Aussendung am Donnerstag zitiert. Inzwischen werden die beiden Weibchen und die beiden Männchen immer neugieriger, erkunden ihre Umgebung und haben auch den Rest des Nasenbären-Clans kennengelernt. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher die Jungtiere bereits bei ihren ersten Kletterversuchen beobachten.
Weißrüssel-Nasenbären sind in Mexiko, Zentralamerika sowie im nordwestlichen Südamerika beheimatet und leben in unterschiedlichsten Lebensräumen – vom Regenwald bis zur offenen Landschaft. Die Allesfresser ernähren sich vor allem von Insekten, Spinnen und Würmern, aber auch von Früchten, Pflanzenknollen und gelegentlich von kleinen Wirbeltieren. Damit sie auch im Tiergarten ihr natürliches Verhalten ausleben können, ist die Anlage besonders naturnah gestaltet. “Wir lassen bewusst Totholz liegen und schneiden die Vegetation nur so weit zurück, wie es notwendig ist. So finden zahlreiche Insekten einen Lebensraum und unsere Nasenbären können tagsüber nach Krabbelgetier suchen”, erklärte Rupert Kainradl, zoologischer Kurator im Tiergarten Schönbrunn.