Nautische Kunstaktion mit rosa Euterballon am Bodensee

Ein rosa Ballon in Form eines Euters, ein vergoldetes Kiesschiff samt Riesen-Sextant sowie mehrere Passagierschiffe aus drei Ländern standen am Donnerstagabend am Bodensee im Mittelpunkt der Performance “Cargo & Interface” der Künstlerin Barbara Husar. Als Teil der “nautischen Inszenierung” bewegten sich die Schiffe in einer Sternfahrt aufeinander zu.
Ziel war es, den Euterballon mittels der 5,30 Meter langen Achse des Sextanten unter den Nordstern zu navigieren, um diesen so als traditionellen Bezugspunkt erfahrbar zu machen. Dieser verweise auf eine Form der Orientierung, die älter sei als jede digitale Infrastruktur, so Barbara Husar. Die Anordnung rund um das goldene Schiff blieb während der Inszenierung in Bewegung, alleinige Konstante war der Nordstern. Für die kulinarische Komponente an Bord der Passagierschiffe zeichnete Künstler Paul Renner verantwortlich, die Schiffe boten zudem Musikern und Musikerinnen eine Bühne.
Zwar sei das Wetter der Inszenierung grundsätzlich gewogen gewesen, hieß es am Freitag, allerdings habe der Wind Änderungen nötig gemacht. Statt den Euterballon per Schiff auf den See zu ziehen, startete dieser auf Höhe Lochau (Bez. Bregenz) und fuhr auf die Schiffskonstellation zu. Den Euterballon nutzte Husar in ihrer Arbeit schon mehrfach, er schwebte bereits über Wien, Berlin und den Alpen.