Neun von zehn Österreichern für Transparenz bei Tierhaltung

Fast 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind für eine Kennzeichnung von Tierprodukten nach Haltungsform. Das hat eine repräsentative Umfrage des Market Instituts im Auftrag der Tierschutzorganisation Vier Pfoten ergeben. Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober bekräftigt die NGO ihre Forderung nach einem EU-weiten Verbot der Käfighaltung. Laut Umfrage würden 79 Prozent der Bevölkerung dies unterstützen.
In Österreich ist die Käfighaltung für Legehennen bereits verboten, trotzdem kommen Produkte dieser Haltungsart durch Importe in die Gastronomie, Hotellerie und den Lebensmittelhandel. Sauen und Kälber dürfen auch hierzulande nach wie vor in Käfigen gehalten werden. “Die Information, dass ein Produkt aus Österreich stammt, sagt überhaupt nichts darüber aus, wie es dem Tier dahinter ergangen ist”, betonte Vier-Pfoten-Sprecherin Veronika Weissenböck. Deswegen fordere man seit Jahren eine umfassende Kennzeichnung von Tierprodukten nach Haltungsform. Dies könnte reale Auswirkungen haben. Laut der Umfrage würden 74 Prozent der Bevölkerung ihr Konsumverhalten ändern, wenn sie wüssten, dass ein Produkt von einem Tier aus Käfighaltung kommt.