Obduktionen nach Bluttat in Kärnten angeordnet

01.07.2026 • 11:31 Uhr
Obduktionen nach Bluttat in Kärnten angeordnet

Nach der Bluttat in Friesach (Bezirk St. Veit an der Glan), bei der ein 27-Jähriger seine Ex-Lebensgefährtin mit einer Axt verletzt und deren neuen Freund getötet hat, laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Um das Geschehen nachvollziehen zu können, wurden Obduktionen von dem Opfer und dem mutmaßlichen Täter, der Suizid begangen hatte, angeordnet, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Markus Kitz am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Der 27-Jährige war in der Nacht auf Dienstag mit einem Schlüssel, den er noch hatte, in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin gelangt. Als die 30-Jährige wach wurde und nachschauen ging, attackierte sie der 27-Jährige sofort mit einer Axt. Sie konnte sich schwer verletzt retten und die Polizei verständigen. Währenddessen wurde auch ihr neuer Lebensgefährte, 29 Jahre alt, von dem Mann mit der Axt attackiert und getötet. Danach raste der 27-Jährige mit dem Auto der Frau über die S37 in Richtung Klagenfurt, wo er auf Höhe St. Veit bei einem Verkehrsunfall Suizid beging.

Während der Tat waren auch zwei Kinder in der Wohnung anwesend. Von der Staatsanwaltschaft gab es keine Informationen zu ihrem Alter oder zu den verwandtschaftlichen Verhältnissen. Ebenso wenig wurde bekanntgegeben, ob der mutmaßliche Täter bereits amtsbekannt war.

(S E R V I C E – Die Kärntner Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Kärnten bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 059-133 an. Weitere Ansprechpartner: Frauenhelpline: 0800-222-555; Gewaltschutzzentrum Kärnten: 0463 590 290; Opfer-Notruf: 0800-112-112; 24-Stunden Frauennotruf: 01-71719

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Der Telefonseelsorge-Notruf ist rund um die Uhr und kostenfrei unter 142 zu erreichen. Infos für Jugendliche gibt es unter )