Österreichische Gemeinden sollen Ukraine-Fahnen hissen

Anlässlich des 35. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24. August 1991 ersucht der ukrainische Botschafter in Österreich, Wassyl Chymynez, österreichische Gemeinden, als Geste der Solidarität vor Amtsgebäuden die Flaggen seines Landes zu hissen. Dies erklärte er in einem der APA vorliegenden Statement. Der Diplomat unterstrich dabei die besondere Rolle, die österreichische Gemeinden bei der Unterstützung der Ukraine seit Kriegsbeginn 2022 gespielt haben.
“Ich möchte die österreichischen Gemeinden und insbesondere die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister herzlich einladen, den ukrainischen Unabhängigkeitstag gemeinsam mit uns zu begehen und am 24. August an den Amtsgebäuden der Gemeinden in Österreich die ukrainische Flagge zu hissen”, erklärte der scheidende Botschafter, der Wien in den nächsten Monaten verlassen wird. Die Flagge seines Landes sei an diesem Tag ein “Zeichen der Solidarität mit der Ukraine, der Menschlichkeit und des Respekts vor dem Völkerrecht”.
Fortbestehen der Staates dank internationaler Hilfe
Man sei sich in der Ukraine bewusst, dass das Fortbestehen des Staates auch dem starken Beitrag von internationalen Partnern zu verdanken sei, erläuterte er. Österreich habe der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf vielfältige Weise geholfen, unter anderem humanitär, politisch und wirtschaftlich.
Besonderer Dank gelte dabei den österreichischen Gemeinden, die 2022 Schutzsuchenden aus der Ukraine zur Seite standen, um Wohnungsmöglichkeiten, Kindergarten- und Schulplätze zu organisieren. Einwohner in diesen Gemeinden hätten seine Mitbürger zu Amtsgängen begleitet, Trost in Momenten von Verzweiflung und Schmerz gespendet und für Hoffnung gesorgt.
Besondere Unterstützung der Ukraine durch Gemeinden
Zudem hätten österreichische Gemeinden Kommunen in der Ukraine mit Medikamenten, Stromaggregaten, Löschfahrzeugen oder der Organisation von Aufenthalten ukrainischer geholfen. “Das sind die Formen der Hilfe, die die Menschen in der Ukraine dankbar annehmen und für immer in guter Erinnerung behalten werden”, betonte der Botschafter.