Pakistan: Tote bei Islamisten-Angriff auf Sicherheitskräfte

24.07.2026 • 17:21 Uhr

Militante Islamisten haben bei einem Überfall auf Sicherheitskräfte im Nordwesten Pakistans nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet. Unter den Toten seien zwölf Soldaten, teilte das Militär am Freitag mit. Die Extremisten hätten in der Nacht einen Kontrollposten von Militär und Polizei im Bezirk Tank nahe der afghanischen Grenze attackiert. Die pakistanischen Taliban (TTP) reklamierten den Anschlag für sich.

Bei der Attacke hätten die Extremisten ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in die Außenmauer des Postens gerammt, nachdem sie mit dem Versuch gescheitert seien, das Gelände zu stürmen. Bei den anschließenden Kämpfen seien auch zwölf Angreifer getötet worden. Nach Angaben der TTP waren vier Selbstmordattentäter beteiligt.

Strenge Durchsetzung islamischen Rechts als Ziel

Die pakistanischen Taliban kämpfen seit 2007 gegen den Staat, um die Regierung zu stürzen und eine strenge Auslegung des islamischen Rechts durchzusetzen. In den vergangenen Monaten hat die Gewalt im Nordwesten des Landes deutlich zugenommen. Die Regierung in Islamabad wirft dem benachbarten Afghanistan vor, den Extremisten sichere Rückzugsorte für die Ausbildung und Planung von Anschlägen zu bieten. Die Führung in Kabul weist dies jedoch zurück und bezeichnet die Gewalt als ein innenpolitisches Problem Pakistans.