“Pride Month” Juni rückt LGBTIQ+-Rechte in den Fokus

31.05.2026 • 05:00 Uhr
"Pride Month" Juni rückt LGBTIQ+-Rechte in den Fokus

Wie jedes Jahr soll auch heuer der “Pride Month” Juni wieder mit zahlreichen Veranstaltungen weltweit auf die Rechte der LGBTIQ+-Community aufmerksam machen. Highlight in Österreich wird die 30. Regenbogenparade in Wien am 13., die mit mehreren hundert Besuchern und Besucherinnen rechnen darf. Anlass wird der Themenmonat auch für politische Forderungen geben. Nach wie vor wartet die Community auf Diskriminierungsschutz im Privaten oder ein Konversionstherapien-Verbot.

Bereits seit 29. Mai und bis zum Tag nach der Regenbogenparade, die heuer unter dem Motto “Sichtbar seit 1996” stattfindet, läuft die “Vienna Pride” – wenn auch in abgespeckter Form. Aufgrund der angespannten budgetären Lage kann das Pride-Village am Wiener Rathausplatz heuer nur eintägig anstatt dreitägig umgesetzt werden.

Bunte Paraden auch in Wels und Mistelbach

Wenngleich die Parade, die “andersrum” um den Wiener Ring zieht, die mit Abstand größte im Lande ist, sind die bunten Paraden längst nicht mehr auf die großen Städte beschränkt. Jährlich kommen auch neue dazu, dieses Wochenende fand etwa die “Mistelbach Pride” statt, bereits Mitte Mai gab es erstmals eine LGBTIQ-Parade im politisch blauen Wels.

Verhandlungen zu Konversionstherapien in heißer Phase

Auch wenn es bei den Paraden gerne ausgelassen zugeht und gefeiert wird, werden Veranstalter und Aktivisten nicht müde, den politischen Ursprung der Pride zu betonen. Zwar hat sich seit den ersten Veranstaltungen in den 1970er-Jahren in den USA weltweit viel zum Besseren verändert, dennoch bleiben viele Forderungen der Community unerfüllt.

In Österreich sind das allen voran der Schutz vor Diskriminierung im Privatbereich sowie ein Verbot von Konversionstherapien. Während es ersteres – trotz seit vielen Jahren von der SPÖ gefordert – nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm geschafft hat, befinden sich beim Verbot der “Homo-Heilungen” die Verhandlungen in der heißen Phase. Aus Verhandlerkreisen hieß es zuletzt gegenüber der APA, dass eine Einigung vor dem Sommer angestrebt werde, aber auch ein Scheitern noch im Raum stehe.