Prozess rund um tödliche Schüsse in Wiener Lokal

20.08.2026 • 21:30 Uhr
Prozess rund um tödliche Schüsse in Wiener Lokal

Nach einer tödlichen Schießerei am 6. November 2025 in einem Wiener Lokal müssen sich ab Freitag drei Männer wegen Mordes bzw. als Beitragstäter vor Gericht verantworten. Die Schüsse fielen nach einem Streit um Geldschulden. Ein 33-jähriger Tschetschene wurde getötet, ein 55-jähriger Serbe schwer verletzt. Die Verhandlung ist für drei Tage anberaumt. Ein Urteil wird für 14. September erwartet. Im Falle einer anklagekonformen Verurteilung droht den Männern lebenslange Haft.

Hintergrund der Schießerei in Ottakring soll ein Kreditgeschäft gewesen sein, das der mit einer halben Million Euro verschuldete 34-jährige Hauptangeklagte und ein 36-Jähriger mit einem Kreditvermittler eingegangen waren. Vereinbart war, dass der Vermittler für 50.000 Euro eine Provision von 50 Prozent erhalten sollte. Als der Hauptangeklagte erfuhr, dass der Vermittler in ihrem Namen Kreditkarten bestellt und diese auch belastet hatte, behoben er und der 36-Jährige die gesamte Kreditsumme. Deshalb kam es zwischen den drei Männern zu einem Konflikt, der bei einer Aussprache in dem Lokal gelöst werden sollte. Dazu soll der Hauptangeklagte eine Waffe mitgenommen und schlussendlich Schüsse abgegeben haben, die den Vater des Kreditvermittlers verletzten und einen weiteren Begleiter töteten.