Rapid will wieder in die Spur, Kellerduell Altach – GAK
Der SK Rapid peilt in der Fußball-Bundesliga die Rückkehr auf die Siegerstraße an. Bei den Hütteldorfern ist vor dem Auswärtsspiel beim WAC (19.30 Uhr) Wiedergutmachung für das 1:5 im jüngsten Meisterschaftsmatch bei Red Bull Salzburg angesagt, der Drei-Punkte-Rückstand auf die Spitze soll zumindest nicht weiter wachsen. Im zweiten Samstag-Spiel empfängt der Vorletzte Altach den Drittletzten GAK (17.00). Beide Clubs haben in den ersten fünf Saisonrunden nur einen Sieg geholt.
WAC – Rapid: Hütteldorfer mit Zuversicht und guter Bilanz
Der einstige Angstgegner war für Rapid in der Vorsaison ein gern gesehener Rivale – beide Spiele gegen den WAC wurden gewonnen, womit die Wiener erstmals überhaupt alle Saisonduelle mit den Kärntnern für sich entschieden. Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup wies allerdings darauf hin, dass der WAC in den vergangenen beiden Ligapartien frühe Rote Karten hinnehmen musste. Zudem habe man bei Rapids 2:0 im bisher letzten Aufeinandertreffen im vergangenen Februar “eine unserer schlechtesten Leistungen in Heimspielen geboten, seit ich hier bin”. Daher warnte der Däne: “Es wird ein schwieriges Spiel. Wir müssen unser Bestes geben und schauen, dass wir in der Liga wieder auf Kurs kommen.”
Auf Kurs muss freilich auch der WAC zurückfinden. Die jüngste 1:3-Heimniederlage gegen den LASK war bereits das vierte Spiel ohne Sieg, nach dem 3:0-Auftakterfolg über die Austria sammelte man nur noch zwei Punkte – und liegt nur zwei Zähler vor Schlusslicht Austria auf Platz acht. Im Cup quälten sich die Lavanttaler gegen Drittligist Parndorf erst im Elferschießen ins Achtelfinale. “Es ist extrem viel zu tun”, klagte danach Trainer Thomas Silberberger. Weitere Sorgenfalten treiben dem Tiroler diverse Verletzungen auf die Stirn. Abwehrchef Nicolas Wimmer fällt mit einer schweren Knieverletzung monatelang aus, Topstürmer Giacomo Vrioni (vier Ligatore) fehlt mit einem Muskelfaserriss rund zwei Wochen. Immerhin stehen in der Defensive der zuletzt gesperrte Raffael Behounek und Simon Piesinger wieder zur Verfügung. “Gerade jetzt müssen wir noch enger zusammenrücken”, forderte Silberberger.
Altach – GAK: Angstgegner kommt ins Ländle
Im Ländle kommt es zum Duell der Nachzügler. Altach kassierte insgesamt vier und zuletzt drei Niederlagen in Folge, der GAK fand mit einem 0:0 gegen den WAC Ende August zumindest wieder Tritt. Es war das erste Spiel unter Coach Gerald Scheiblehner, der sich nun fest seinen ersten Sieg mit den Rotjacken vornahm. “Wir fahren mit der Haltung dorthin, das Spiel gewinnen zu wollen, das ist klar”, betonte der ehemalige Coach von BW Linz. Auch wenn man wisse, dass eine “sehr, sehr gute Leistung” nötig sei. Brisanz hat das Duell nicht zuletzt im Hinblick auf das Cup-Achtelfinale. Auch dort werden sich die beiden Teams Ende Oktober in Vorarlberg gegenüberstehen.
Die Grazer sind alles andere als ein Lieblingsgegner von Altach, das seit der Bundesligarückkehr des GAK 2025 bei vier Remis nur eines von acht Duellen gewinnen konnte. Besser schaut es für Altach-Coach Ognjen Zaric aus, der in zwei Partien mit seiner Truppe einen Sieg und ein Remis gegen den GAK holte. “Ich hoffe, dass meine persönliche Statistik länger anhält als jene des SCR Altach”, sagte der 37-Jährige. Dass man dank eines 3:1 gegen die WSG bisher nur drei Punkte am Konto hat, müsse richtig eingeordnet werden. Mit Rapid, Sturm Graz, Hartberg und dem LASK sei das Auftaktprogramm schließlich “brutal”, die Leistungen aber “zum Teil sehr gut” gewesen. “Unser Punktestand spiegelt nicht das wider, was wir gezeigt haben.”