Rapid zum Ligarundenabschluss gegen Altach – Austria bei WAC

01.08.2026 • 23:20 Uhr
Rapid zum Ligarundenabschluss gegen Altach - Austria bei WAC

Fußball-Rekordmeister Rapid startet am Sonntag (19.00 Uhr/live Sky) zum Abschluss der 1. Bundesliga-Runde mit einem Heimspiel gegen Altach in die neue Saison. Die Hütteldorfer tankten dafür mit dem Aufstieg in die 3. Qualifikationsrunde zur Conference League Selbstvertrauen. Dieses Erfolgserlebnis verbuchte auch der Lokalrivale Austria Wien, der in der Lavanttal Arena die Heimserie des WAC beenden möchte. Aufsteiger Austria Lustenau misst sich beim Oberhaus-Comeback mit Ried.

Rapid – Altach: Wiener wollen auf Siegerstraße bleiben

Drei souveräne Auftritte im Cup und Europacup lassen Rapid positiv in Richtung Ligastart blicken. “Der Start war auf jeden Fall ganz ordentlich, nicht nur von den Ergebnissen, sondern auch von den Leistungen”, bilanzierte Innenverteidiger Jakob Schöller, der erstmals eine Vorbereitung ohne Verletzungsprobleme absolvierte. Nun wartet aber ein anderes Kaliber als Wienerberg und Santa Coloma. “Altach ist ein komplett anderer Gegner, als gegen die wir bisher gespielt haben. Was man in den Testspielen gesehen hat, versuchen sie, etwas mehr zu spielen, man sieht, dass sie ihren Stil weiterentwickelt haben”, analysierte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup.

In der Startelf des Gegners erwartete er sieben bis acht Akteure, die auch beim 1:1 in Altach am 1. März spielten. “Das spricht für Kontinuität und für das Team”, sagte der Däne. In seinem Team ist der Einsatz von Romeo Amane fraglich. “Wenn jetzt noch nicht, dann wird er für das Europacupmatch bereit sein”, sagte der 37-Jährige. Da geht es am Donnerstag in Estland gegen Paide, als Belohnung dafür, dass die Hürde Santa Coloma souverän genommen wurde. “Wir hoffen, dass wir für eine lange Zeit fast jede Woche zweimal spielen dürfen.” Ihrem Spielstil wollen die Wiener dabei jeweils treu bleiben. “Jedes Spiel ist zwar anders, aber wir müssen unsere Qualitäten einbringen, um ein gutes Resultat zu holen”, sagte Hoff Thorup.

Die Wiener wollen vor zumindest 14.000 Fans gegen Altach zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen bleiben und hoffen, dass sie auch in der fünften Saison in Folge im ersten Heimspiel einen Zu-Null-Sieg feiern können. “Es ist wahrscheinlich ein Vorteil für sie, dass sie unter Wettkampfbedingungen schon einen gewissen Rhythmus haben, und sechs Tore muss man erst einmal erzielen”, sagte Altach-Trainer Ognjen Zaric. Rapid zähle für ihn zu den “Top-Drei-Teams” der Liga. “Wenn wir auf 100 Prozent kommen, wird es aber auch für Rapid nicht leicht”, betonte Zaric. Vor allem in Patrick Greil ruhen im Duell mit dessen Ex-Club große Hoffnungen. Nur als “Joker” sind vorerst die Stürmer Marko Raguz und Srdjan Hrstic eingeplant, die noch nicht für 90 Minutenbereit sind.

WAC – Austria: Kärntner bauen auf Heimstärke

Die Wolfsberger sind in der Liga zu Hause seit acht Spielen ungeschlagen, in den jüngsten vier Auftritten vor eigenem Publikum gab es keinen Gegentreffer. Zu verdanken haben sie diese Entwicklung auch Trainer Thomas Silberberger, der den Karren bei den Kärntnern im Saisonfinish aus dem Dreck gezogen hat. “Wir wollen natürlich unsere vorhandene Aufbruchstimmung noch maximieren”, betonte der Tiroler. Die Vorbereitung sei “sehr gut” gewesen. Auch deshalb hoffe man, die Austria schlagen zu können.

Eine leichte Aufgabe dürfe man im zweiten Pflichtspiel nach dem 5:1 im ÖFB-Cup bei Lauterach keinesfalls erwarten. “Uns erwartet ein attraktiver Gegner, der zwei Pflichtspiele mehr in den Beinen hat und schon tolle Leistungen gezeigt hat. Ich glaube, es wird ein richtig cooles Match”, sagte der 53-Jährige. Die beiden Europacup-Spiele der Wiener gegen Liepaja wurden genau unter die Lupe genommen. Personell werden sich die Favoritner allerdings anders präsentieren als beim 3:1-Sieg am Donnerstag im Rückspiel gegen die Letten in der Generali Arena.

“Am Sonntag müssen wir schauen, dass wir unsere besten Spieler auf den Platz bringen, es ist kein Geheimnis, dass uns das deutlich mehr Stabilität gibt”, sagte Austria-Trainer Stephan Helm. Ein Erfolg würde für eine gelungene Generalprobe für das Donnerstag-Europacup-Hinspiel in Ploiesti gegen Beitar Jerusalem sorgen. “Am Sonntag wartet ein ganz anderes Spiel, da wird die Qualität eine andere sein. Wir müssen schauen, unser Spiel so gut als möglich auf den Platz zu bringen”, sagte Kapitän Manfred Fischer. Vergangene Saison gewann der WAC beide Ligaspiele gegen die Austria. Die hatte dafür 2012 (1:0) und 2015 (2:0) die Oberhand behalten, als die beiden Teams auch in der 1. Runde auf Kärntner Boden aufeinandertrafen.

Lustenau – Ried: Aufsteiger 2026 fordert Aufsteiger 2025

Nach zwei Jahren in der 2. Liga gibt Austria Lustenau mit einem Heimspiel gegen die SV Ried ein Bundesliga-Comeback. “Wir freuen uns alle riesig, dass es jetzt endlich losgeht. Nicht nur die Mannschaft und der Staff, sondern der gesamte Verein hat auf diesen Moment hingearbeitet”, erklärte Cheftrainer Markus Mader. Lustenau ist mit einem 1:0 im Cup gegen den Kremser SC erfolgreich gestartet und will im Duell der jüngsten zwei Aufsteiger nun auch gleich in der Liga anschreiben. Mader erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe. “Ried verfügt über große individuelle Qualität und hat den Spielstil im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert. Sie haben viel Tempo in der Offensive und werden uns alles abverlangen. Wir wollen die Herausforderung annehmen und den Auftakt positiv gestalten”, sagte der 58-Jährige.

Ried ist in 16 Begegnungen in der Bundesliga gegen die Vorarlberger ungeschlagen (sieben Siege, neun Remis) und hat eine starke Saison mit Platz eins in der Qualifikationsgruppe hinter sich. Die Innviertler sind aber nicht mehr dieselbe Truppe. Erfolgstrainer Maximilian Senft, Abwehrturm Nikki Havenaar, Mittelfeldspieler Nicolas Bajlicz, Top-Torjäger Kingstone Mutandwa und Rekordtransfer Antonio Van Wyk haben den Club verlassen. Nach dem Cuperfolg in Dornbirn will man aber auch die zweite Reise ins Ländle erfolgreich gestalten. “Austria Lustenau ist als Aufsteiger mit viel Euphorie unterwegs, verfügt über einen guten Kader und wird von einem erfahrenen Trainer geführt, der der Mannschaft eine klare Idee vermittelt. Für uns wird es wichtig sein, von Beginn an präsent zu sein, unsere Prinzipien auf den Platz zu bringen und als Mannschaft mutig aufzutreten”, erklärte der neue Trainer Mario Despotovic.