Rhomberg bei Springreit-Grand-Prix vor Schönbrunn Siebente
Katharina Rhomberg hat beim Springreit-Grand-Prix von Wien im Rahmen der Global Champions Tour für das Highlight aus österreichischer Sicht gesorgt. Die Vorarlbergerin musste sich am Sonntagabend vor der prächtigen Kulisse von Schloss Schönbrunn erst im Stechen der besten acht der Konkurrenz beugen und belegte auf Colestus Cambridge schlussendlich Rang sieben. Den Sieg holte sich die deutsche Mannschafts-Weltmeisterin Sophie Hinners auf Iron Dames Combella.
Bis zum vorvorletzten Hindernis war Rhomberg fehlerfrei geblieben, dann aber flog – zum einzigen Mal an diesem Abend – die Stange mit dumpfem Geräusch in den Sand. Bitter für die 33-Jährige, die als einzige rot-weiß-rote Teilnehmerin ohne Fehler durch den ersten Durchgang gekommen war. Auch wenn es letztlich nicht ganz reichen sollte: In ihrem bisher stärksten Jahr bleibt Rhomberg, die heuer bereits ihren ersten Sieg bei einem Fünfsternbewerb feierte, ein heißer Tipp.
Kühner machte Vivo keinen Vorwurf
Österreichs Topspringer Max Kühner (13.) sowie die anderen heimischen Starter, Christoph Obernauer (23.) und Bianca Babanitz (33.), kassierten schon in der ersten Runde Strafpunkte. Gerade Kühner, der erstmals mit seinem “Neuen” Vivo de Muze PS im ganz großen Rahmen ritt, fehlte nicht viel – er leistete sich nur einen Abwurf. “Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil ich eigentlich jetzt nie sportlich so abgeliefert habe, wie ich gerne abgeliefert hätte”, meinte der Wahltiroler, der schon in den Tagen zuvor seine Klasse nicht ganz ausspielen konnte.
Vivo wollte er aber keinen Vorwurf machen. “Die anderen Sachen hat er ohne irgendeine Berührung und nicht auf gut Glück geschafft.” Kühner wird weiterhin auf den zehnjährigen Wallach setzen, in einem Monat wieder bei der GCT in Kairo. “Das müssen wir jetzt festigen.” Turnier und Stimmung seien jedenfalls vom Allerfeinsten gewesen. “Wie das Publikum immer mitgegangen ist, wie sie mitmachen und bei mir sind, das ist ganz toll”, schwärmte der Veteran. 2027 wird er wohl wieder vor der Schlosskulisse zu sehen sein – wenn alles gut geht, neuerlich auf Vivo.