Salzburger Winterfest heuer mit Zirkuskunst aus Japan

30.09.2026 • 14:44 Uhr

Japan, Südafrika, Frankreich, Belgien, USA: So international war es beim Salzburger Winterfest selten. Erstmals sei mit Cirquework eine Compagnie aus Japan im Volksgarten zu Gast, mit Zip Zap Circus wäre auch Südafrika zum ersten Mal vertreten, sagte Robert Seguin, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Festivals für zeitgenössische Zirkuskunst, am Mittwoch bei der Programmpräsentation. Das Winterfest findet heuer vom 25. November bis 6. Jänner statt.

Das Festival zeigt an den zwei Spielorten im Volksgarten und in der ARGEkultur insgesamt sieben verschiedene Produktionen, fünf davon sind erstmals in Österreich zu sehen. “Wir wollen heuer zu neuen Horizonten reisen”, versprach Seguin. Die junge Zirkustruppe Cirquework aus Japan zeigt ihr 2024 entstandenes Stück “Yoah”, was so viel wie Morgendämmerung oder Hoffnung heißt. Es sei eine atemberaubende Kombination aus traditioneller japanischer Kultur und moderner digitaler Kunst. Ein “Multi-Media-Zirkus”, der mit seiner Verbindung aus traditioneller Bewegungskunst, Jonglage und moderner Technologie international für viel Aufsehen sorgt.

Zeitgenössischer Zirkus aus Südafrika

In eine andere Weltgegend entführt der Zip Zap Circus mit seinem Stück “Moya”. Es erzählt die Geschichte eines Buben, der auf den Straßen von Kapstadt aufwächst, seinen Weg in die Zip-Zap-Zirkusschule findet und zum Künstler wird. Die Produktion verspricht beeindruckende Akrobatik, afrikanischen Tanz und Musik, die zwischen Tradition und modernen Rhythmen schwingt. Die dritte Produktion im großen Theaterzelt entführt in die Welt der Jonglage. Wes Peden sei ein “Superstar der Jonglage”, kündigte Seguin auch ein bisschen “Punk” an. Elektrobeats, die aus verfremdeten Achterbahn-Geräuschen komponiert sind, bilden die Hintergrundkulisse einer rasanten Jonglier-Show “Rollercoaster”, bei der Peden allein auf der Bühne steht.

Ein anderes Solostück kommt aus Belgien: Pepijn Ronaldo, siebente Generation einer belgischen Zirkusfamilie, erzählt in seinem aktuellen Stück von einem jungen Mann, der sich mit seinen Träumen und den Erwartungen anderer konfrontiert. “Das Solo hat eine Woche vor dem Auftritt beim Winterfest Premiere”, sagte der künstlerische Leiter des Festivals. Die international erfolgreiche, französische Zirkusfamilie Rasposo zeigt mit “Hourvari” ihre neueste Produktion. “Es ist ein Stück, das zur DNA des Winterfests passt”, versprach Seguin klassischen zeitgenössischen Zirkus auf höchstem Niveau.

Plattform für junge Zirkuskünstler

In der Reihe Circus Vision, die jungen Künstlern eine Plattform bietet, sind heuer Arbeiten von Vitus Denifl und Nis Fee Brender sowie der Compagnie Gaius zu sehen.

Nach einem Rekordverkauf im vergangenen Jahr hofft das Team des Winterfestes auch heuer auf eine auch wirtschaftlich erfolgreiche Saison. Insgesamt stehen rund 30.000 Karten für die 75 Vorstellungen an 35 Spieltagen zur Verfügung. “Wir haben heuer die Ticketpreise nicht erhöht”, betonte Seguin. Das Budget des Winterfestes betrage heuer rund zwei Millionen Euro.

(S E R V I C E: Winterfest 2026/2027, Festival für zeitgenössische Zirkuskunst, 25. November 2026 bis 6. Jänner 2027, Salzburger Volksgarten, ARGEkultur, )