Satellitenbild zeigt Schwefel-Wolke des Ätna über Nordafrika

Die bei der jüngsten Eruption des Ätna freigesetzte Schwefeldioxidwolke hat nach Satellitendaten den Mittelmeerraum überquert und Nordafrika erreicht. Das geht aus einer Auswertung der Plattform Adam (Advanced Geospatial Data Management) auf Grundlage von Daten des Copernicus-Satelliten Sentinel-5P hervor. Demnach erstreckt sich die Wolke bis über Wüstengebiete in Nordafrika und erfasst Teile von Libyen, Tunesien, Algerien und Ägypten.
Das veröffentlichte Satellitenbild zeigt die Gesamtmenge des in der Atmosphäre vorhandenen Schwefeldioxids. Sentinel-5P ist Teil des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Kommission. Der Satellit überwacht mit dem Messinstrument Tropomi die Zusammensetzung der Erdatmosphäre und erfasst unter anderem Stickstoffdioxid, Ozon, Kohlenmonoxid, Methan und Schwefeldioxid.
Die jüngste Eruption des Ätna hatte am Sonntag auf Sizilien erhebliche Auswirkungen. Vor allem am Flughafen Catania kam es wegen der Asche- und Gaswolke zeitweise zu einer vollständigen Sperrung des Luftraums. Mehr als 600 Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet. Seit dem Wochenende rumorte der Ätna wieder, Sonntagfrüh wurden starke Ascheemissionen gemeldet. Später verstärkte sich die Aktivität, eine Wolke stieg rund 1,5 Kilometer über den Gipfel auf.