Schweiz holt sich mit 2:1 gegen Kanada den Gruppensieg

24.06.2026 • 23:07 Uhr
Schweiz holt sich mit 2:1 gegen Kanada den Gruppensieg

Die Schweiz hat Kanada bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein weiteres Heimspiel vermasselt. Die “Nati” sicherte sich durch ein 2:1 (0:0) gegen den Co-Gastgeber in Vancouver Platz eins in Gruppe B. Ruben Vargas (46.) und Johan Manzambi (57.) trafen nach einer torlosen ersten Halbzeit, Promise David (76.) konnte nur verkürzen. Die Schweizer treten nach einer Woche Pause am 2. Juli im Sechzehntelfinale erneut in Vancouver an. Die Kanadier spielen schon am Sonntag in Los Angeles.

Dem kanadischen Team um Trainer Jesse Marsch hätte ein Unentschieden für den Gruppensieg gereicht, nun geht es gegen den Zweiten der Gruppe A weiter. Emotional wurde es in der in Rot und Weiß getauchten Arena schon vor Anpfiff. Der im Spiel gegen Katar schwer verletzte Ismael Kone wurde unter tosendem Applaus im Rollstuhl aufs Spielfeld geführt, der nach einem Beinbruch bereits operierte 24-Jährige nahm auf der Bank Platz. Dort saß auch Alphonso Davies. Der Linksverteidiger von Bayern München muss weiter auf seinen ersten Einsatz bei dieser WM warten.

Schweizer legten nach Pause los

Die Schweizer wollten von Beginn an das Tempo bestimmen und agierten in Ballbesitz mit viel Bedacht. Nach zehn Minuten hätte die Mannschaft von Murat Yakin vorlegen müssen. Breel Embolo hatte freie Bahn, schloss jedoch zu zentral auf Kanadas Schlussmann Maxime Crepeau ab. Manzambis Nachschuss wurde geblockt. In einer durch viele Zweikämpfe geprägten Partie hatten die Kanadier nach etwas mehr als einer halben Stunde nur eine gefährliche Szene im gegnerischen Strafraum, Cyle Larin verpasste aber seinen dritten WM-Treffer.

Torlos ging es in die Kabine, für die Hausherren folgte die kalte Dusche 40 Sekunden nach Wiederanpfiff. Ein Querpass von Manzambi fand den Weg zu Vargas, der platziert abschloss. Das 2:0 schoss Manzambi nach Vorarbeit von Breel Embolo selbst, Crepeau machte nicht die beste Figur. Marsch reagierte mit einem Dreifachtausch, ehe er in der 74. Minute Promise David ins Spiel brachte. Der benötigte keine Anlaufzeit und traf volley nach idealer Vorarbeit von Nathan Saliba. Kanada witterte Höhenluft und verstärkte den Druck mit vielen hohen Bällen in den Strafraum deutlich. Die Schweizer schafften kaum mehr Entlastung, verteidigten das Resultat aber über die Zeit.