Sozialistische Jugend fordert Rücktritt Nevrivys

Kolportierte Äußerungen des Donaustädter SPÖ-Bezirksvorstehers Ernst Nevrivy über einen möglichen Verkauf von Gemeindewohnungen sorgen weiter für Kritik. Nun fordert die Sozialistische Jugend (SJ) Wien öffentlich den Rücktritt des Bezirkschefs. “Halbherzige Entschuldigungen reichen hier nicht aus”, meinte die Wiener SJ-Vorsitzende Laura Stern in einem Instagram-Post, über den der “Kurier” am Samstag zunächst berichtete.
Nevrivy soll gemäß einem in Medien veröffentlichten Gesprächsprotokoll bei einem Treffen mit dem inzwischen zurückgetretenen Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck im November des Vorjahres gemeint haben, dass er “am liebsten” für einen Verkauf von bis zu 100.000 Gemeindewohnungen wäre. Nach massiver Kritik der Opposition hatte der SPÖ-Bezirksvorsteher von Wien-Donaustadt diese Woche betont, dass er sich bedingungslos zum sozial geförderten Wohnbau bekenne und auch neue Sozialbau-Projekte unverzichtbar seien.
Der Sozialistischen Jugend Wien reicht das offenbar nicht. “Angriffe auf den sozialen Wohnbau und Hinterzimmerpolitik haben im Roten Wien keinen Platz. Daraus müssen Konsequenzen folgen. Ernst Nevrivy muss als Bezirksvorsteher zurücktreten”, fordert die SPÖ-Vorfeldorganisation.