SPÖ gibt sich neuen Außenauftritt

Die SPÖ setzt ihren Neuanfang nun auch optisch um. Mit dem heutigen Tag ändern die Sozialdemokraten ihren Außenauftritt auf all ihren Kanälen. Dazu hat der unter dem scheidenden Parteichef Andreas Babler entwickelte Slogan “Ordnen statt Spalten” ausgedient. Die SPÖ kampagnisiert künftig unter der Devise “Österreich braucht”.
Aktuell wird die Sozialdemokratie zwar formal noch von Babler angeführt, die Geschäfte führen aber Klubobmann Philip Kucher und Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner. Keiner von den beiden will die Parteiführung dauerhaft übernehmen. Dementsprechend sind auch weder Kucher noch Holzleitner auf den neuen Sujets zu sehen.
Schöne Bilder und neue Slogans
Auf Anfrage heißt es aus der Parteizentrale, dass sich die beiden gemäß ihrem Amtsverständnis nicht in den Mittelpunkt der Kampagne stellen wollten. Stattdessen rückten Österreichs “schönste Flecken” und Bürger, die jeden Tag in Gemeinden, Betrieben und Vereinen anpackten, in den Vordergrund.
Auf den Sujets sind dann eben neben Menschen unterschiedlichen Alters tourismusartige Bilder etwa aus dem Salzkammergut zu sehen, vor denen die Slogans platziert werden, etwa dass Österreich ein starkes Gesundheitssystem brauche. Leitmotiv der Kampagne ist: “Österreich braucht eine starke Sozialdemokratie. gestern. heute. morgen”.
Fahne und Logo
Neben dem Parteilogo ist auf den Bildern auch die österreichische Fahne zu sehen. Diese stehe für den Anspruch der Sozialdemokratie, Verantwortung für das ganze Land zu übernehmen, wird erläutert. Es gebe leider Parteien, die Parteitaktik über das Wohl des Landes stellten. Für die SPÖ würden hingegen immer Österreich und seine Menschen im Mittelpunkt stehen.
Die Vorgänger-Devise “Ordnen statt Spalten” hatte die SPÖ mit ihrem Parteitag vergangenen März lanciert. Mit dem anstehenden Wechsel an der Parteispitze will man nun offenbar auch auf Werbe-Ebene mit den alten Zeiten brechen. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), der Anfang kommendes Jahr das Vizekanzleramt und damit die wichtigste Funktion der SPÖ in der Regierung übernehmen soll, ist in der Kampagne ebenso wenig abgebildet wie andere Spitzenrepräsentanten der Partei. Wer diese dauerhaft übernehmen wird, soll ohnehin erst nächstes Jahr geklärt werden.