SPÖ-Muchitsch fordert “rot-weiß-rote”-Baustrategie
Österreichs oberster Baugewerkschafter Josef Muchitsch (SPÖ) fordert eine “rot-weiß-rote”-Baustrategie und sieht dabei die EU auf seiner Seite. “Die EU-Kommission eröffnet den Mitgliedstaaten im Rahmen der Budget-Ausnahmeklausel zusätzlichen Spielraum für Investitionen in die Energiesicherheit – dazu zählt auch die thermische Sanierung. Nach Berechnungen des Momentum Instituts stünden Österreich damit rund 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung”, rechnet Muchitsch vor.
Damit würden sich rund 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen thermisch sanieren lassen. “Das bringt rund vier Milliarden Euro Wertschöpfung und 35.000 neue bzw. abgesicherte Arbeitsplätze”, so der Baugewerkschafter am Mittwoch in einer Aussendung. Weiters brauche es geförderten, leistbaren Wohnraum, dazu müssten die Mittel der Wohnbauförderung dort ankommen, “wo sie hingehören: im Wohnbau”. Und es müsse die Verkehrsinfrastruktur klimafit gemacht werden.
Regionale Betriebe stärken
Entscheidend ist für Muchitsch auch, “wie investiert und vergeben wird”. “Das heißt: regionale Betriebe stärken, Bestbieter statt Billigstbieter und Beschäftigung in Österreich. Mit unserem Vergabekatalog Rot-Weiß-Rot liegen die rechtskonformen Vorschläge längst auf dem Tisch” betonte der Spitzen-Gewerkschafter.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) unterstützt den Vorstoß. “Gerade bei thermischer Sanierung, leistbarem Wohnbau und klimafitter Infrastruktur braucht es öffentliche Investitionen, von denen auch unsere heimischen Betriebe und Beschäftigten profitieren”, befand er in einer Stellungnahme. Auch in Wien achte man bei öffentlichen Vergaben darauf, dass neben dem Preis auch Qualität, soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt würden.