Sportgerichtshof hebt Sperre von Russlands Eishockey auf
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat Russland die Rückkehr auf die große Eishockey-Bühne geebnet. Gemäß einer Entscheidung des CAS-Schiedsgerichts dürfen russische Mannschaften wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Damit wären die Männer bei der WM im Mai 2027 in Deutschland und die Frauen im November 2027 in Kanada spielberechtigt. Russland war seit Ende Februar 2022 wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine vom Weltverband ausgeschlossen.
Das CAS-Schiedsgericht gab nun aber einer Berufung des russischen Verbandes gegen den Weltverband IIHF statt. Es hob die IIHF-Entscheidung, russische Teams auch in der Saison 2026/2027 nicht zuzulassen, mit sofortiger Wirkung auf. Der Gerichtshof sah in seinem einstimmigen Urteil die von der IIHF angeführten Sicherheitsbedenken als nicht ausreichend belegt an. Nur nachweislich begründete Sicherheitsrisiken könnten nach den geltenden Verbandsregeln einen Ausschluss von Athleten aufgrund ihrer Nationalität rechtfertigen.
Der Weltverband zeigte sich mit der Urteilsbegründung nicht einverstanden, man werde das Urteil aber akzeptieren. Der österreichische Verband (ÖEHV) bedauerte die Entscheidung ebenfallls. Man lehne die Rückkehr Russlands weiterhin klar ab, hieß es in einer Mitteilung. Wie genau die Rückkehr der Russen abläuft, muss der Weltverband nun in Abstimmung mit den jeweiligen nationalen Mitgliedsverbänden erörtern. Fraglich bleibt, ob die Russen in die betreffenden Länder einreisen dürfen oder ob ihnen die Visa verweigert werden.