St. Pölten und Sturm Graz scheitern im Women’s Europa Cup
Das Achtelfinale des Women’s Europa Cup geht ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Die Fußballerinnen des SKN St. Pölten schafften im Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde am Mittwoch die erhoffte Aufholjagd bei Malmö FF nicht, kassierten nach dem Heim-0:2 auch auf schwedischem Boden mit einem 0:3 eine Niederlage. Sturm Graz verlor nach dem 1:6 in Deutschland auch das Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg, verkaufte sich mit einem 0:2 aber zumindest deutlich teurer.
“Wenn wir das erste Tor erzielen, sind wir wieder im Spiel, und das Selbstvertrauen wird auf unsere Seite wechseln”, hatte SKN-Trainer Laurent Fassotte vor der Partie gesagt. Seine Hoffnung darauf hielt dann aber nicht lange, Ellen Löfqvist brachte die Gastgeberinnen nach Vorarbeit von Hlin Eiriksdöttir schon in der achten Minute in Führung. 20 Minuten später war das Aus der Niederösterreicherinnen endgültig besiegelt. Tuva Skoog, die schon im Hinspiel herausragend war, legte nach Vorarbeit von Isabella D’Aquila den zweiten Malmö-Treffer nach.
Keine Verunsicherung bei Malmö
Von einer Verunsicherung aufgrund der überraschenden Liga-1:3-Niederlage bei Mittelständler Brommapojkarna am Wochenende war keine Spur. Der SKN wiederum fand zwar Möglichkeiten vor, war im Abschluss aber nicht kaltschnäuzig. Nach der Pause tauschten Skoog und D’Aquila die Rollen, Letztere fixierte in der 58. Minute mit dem 3:0 das Endergebnis. Dem SKN gelang in 180 Minuten kein Treffer, so war an ein Weiterkommen nicht zu denken. “Es ist schwierig, gerade die richtigen Worte zu finden. Wir müssen uns eingestehen, dass es zu wenig war”, resümierte SKN-Kapitänin Jennifer Klein.
Laut ihrem Trainer sei es vor allem daran gelegen, dass man kein Tor erzielt habe. “Wir waren schon im ersten Match nahe dran und hatten auch heute einige Chancen. Wir müssen aber akzeptieren, dass Malmö besser und vor allem schneller war. Daraus haben sie Kapital geschlagen”, meinte Fassotte. Die Europacupsaison ist für den Bundesliga-Tabellenführer damit früher als erhofft zu Ende. “Wir sind traurig und enttäuscht über das Ausscheiden, haben aber gewusst, dass es gegen Malmö sehr schwierig wird”, analysierte der Belgier. 0:5 über zwei Partien sei aber viel zu hoch. In der Meisterschaft geht es am Sonntag (14.00 Uhr) zu Hause gegen Sturm weiter. “Da müssen wir wieder bereit sein.”
Sturm hielt diesmal besser dagegen
Die von Tode Djakovic gecoachten Grazerinnen hielten Wolfsburg mit einer Defensivtaktik gut in Schach, eine Standardsituation brachte trotzdem die Führung des VfL noch vor dem Seitenwechsel. Lou Bogaert trat einen Freistoß über die Mauer und genau ins Eck (32.). In der Folge sorgte auch Torfrau Vanessa Gritzner vor 1.649 Zuschauern im Stadion Graz-Liebenau mit guten Paraden dafür, dass es bei der vom Ergebnis her knappen Niederlage blieb. Einmal musste sie aber noch hinter sich greifen, da besorgte Wechselspielerin Anny Kerim-Lindland (84.) den Endstand.
Die Achtelfinal-Auslosung am Freitag (13.00 Uhr) hat nun aus österreichischer Sicht keine Bedeutung mehr. Vergangene Saison war die Wiener Austria, die dieses Mal in der Champions League Erfahrungen sammeln darf, ins Viertelfinale vorgedrungen.