Starker Anstieg bei Schulwegunfällen im Jahr 2025

07.09.2026 • 10:48 Uhr
Starker Anstieg bei Schulwegunfällen im Jahr 2025

Die Zahl der Schulwegunfälle ist im Vorjahr stark angestiegen. Darauf hat der VCÖ am Montag anlässlich des Schulbeginns in Ostösterreich hingewiesen. Der Verein bezieht sich dabei auf Daten der Statistik Austria. So trugen sich im Vorjahr 537 Schulwegunfälle zu, ein Anstieg um 118. Dabei wurden 577 Kinder verletzt, 72 davon schwer. Für ein Kind in Tirol endete dies sogar tödlich. Der Verkehrsverein fordert deshalb, das Tempo dort, wo Kinder unterwegs sind, zu reduzieren.

Der VCÖ nimmt auch Städte und Gemeinden in die Pflicht: “Die traurige Bilanz der Schulwegunfälle des Vorjahrs muss für alle Verantwortlichen Mahnung sein, verstärkt daran zu arbeiten, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen”, so VCÖ-Sicherheitsexpertin Klara Maria Schenk. Für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung fordert der Verein ausreichend breite Gehwege, übersichtliche Straßenübergänge sowie Tempo 30 statt 50 in Wohnvierteln und in der Nähe von Schulen und Kindergärten.

Laut VCÖ sind sogenannte Elterntaxis ein zusätzliches Problem für die Verkehrssicherheit der Kinder. Schulwege seien durch Maßnahmen wie Schülerlotsen bereits sicherer als Freizeitwege und darüber hinaus eine Möglichkeit für Kinder, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben. Laut VCÖ nehmen Eltern den Kindern diese Übungsmöglichkeit, wenn sie ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Eine Alternative dazu wäre die Einführung von sogenannten Pedi- oder Bicibussen. Dabei kommen Kinder gemeinsam und in Begleitung von Erwachsenen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule.