Staudinger bleibt Direktorin des Jüdischen Museums

29.09.2026 • 10:41 Uhr
Staudinger bleibt Direktorin des Jüdischen Museums

Barbara Staudinger bleibt für eine weitere Amtszeit Direktorin des Jüdischen Museums Wien. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte die Wien Holding, zu der das Museum gehört, am Dienstag mit. Insgesamt hatten sich nur drei Personen für die neue Direktion beworben, von denen nach dem Rückzug eines Bewerbers zwei am 14. September zu einem Hearing antraten. Aus diesem Prozess ging nun die seit 2022 amtierende Staudinger als Siegerin hervor.

“Gemeinsam mit meinem Team möchte ich das Museum als lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart weiter stärken und Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe erreichen”, freute sich Staudinger in einer Aussendung über ihre Wiederbestellung. Die Direktorin hatte nach ihrer Bewerbung gegenüber der APA angekündigt, bis 2030 eine neue Dauerausstellung umsetzen zu wollen. Schließlich sei die Besucherzahl 2025 mit 86.700 um ein Viertel niedriger als 2023 gelegen.

Neue Amtszeit startet im Juli 2027

Staudingers neue Funktionsperiode startet mit Juli 2027. Die 1973 geborene Wienerin leitet das Jüdische Museum Wien mit seinen beiden Standorten, dem Palais Eskeles in der Dorotheergasse und dem Misrachi-Haus am Judenplatz, seit vier Jahren.

“Die einstimmige Entscheidung der Findungskommission ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in Barbara Staudinger und ihre Arbeit!”, beschied Karin Ramser als Geschäftsführerin der Wien Holding in Reaktion auf das Votum. Und auch die für die Wien Holding zuständige Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) unterstrich: “Das Jüdische Museum Wien ist ein bedeutender Ort der jüdischen Geschichte und Gegenwart und ein wichtiger Bestandteil der Wiener Kulturlandschaft. Barbara Staudinger ist es gelungen, historische Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen und unterschiedliche Generationen anzusprechen.”