Steirische FPÖ liegt in Umfrage über 40 Prozent

15.08.2026 • 11:58 Uhr
Steirische FPÖ liegt in Umfrage über 40 Prozent

Die steirische FPÖ unter Landeshauptmann Mario Kunasek zieht allen anderen Landtagsparteien in der Zustimmung davon: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFDD im Auftrag der “Kronen Zeitung” – zwischen 8. und 13. August, Sample 800, Schwankungsbreite +/- 3,5 Prozent – kommen die Blauen auf 43 Prozent. Ihr Koalitionspartner ÖVP sowie die Oppositionspartei SPÖ erreichen dagegen nur rund 19 Prozent. In einer fiktiven LH-Direktwahl käme Kunasek auf 47 Prozent.

Knapp zwei Jahre nach der Landtagswahl im November 2024 zieht die FPÖ laut Umfrage der ehemals stärksten Partei ÖVP davon. Im Vergleich zur Landtagswahl (FPÖ: 34,8 Prozent) sind 43 Prozent ein Plus von fast acht Prozentpunkten. Für Studienautor Christoph Haselmayer ist “die FPÖ in der Steiermark kaum mehr aufzuhalten. Sie steuert in Richtung absoluter Mehrheit.” Die steirische Volkspartei, jahrzehntelang fast schon traditionell Landeshauptmannpartei, die mit Waltraud Klasnic auch die erste Landeschefin Österreichs stellte, kommt laut der Umfrage auf 19 Prozent (Landtagswahl 2024: 26,8 Prozent). Dies ist ein Minus von fast sieben Prozentpunkten. Laut Haselmayer dürfte dies für die Volkspartei unter Landeshauptmannstellvertreterin Manuela Khom unter anderem auch am Gegenwind aus dem Bund liegen.

Verbesserte Werte für Grüne und die KPÖ

Die SPÖ unter Max Lercher kommt in der Umfrage auf rund 19 Prozent (LTW 2024: 21,4 Prozent). Verbessert in den Umfragewerten sind die Grünen unter Klubchefin Sandra Krautwaschl, die zuletzt noch stärker Klimaschutz und Maßnahmen gegen die Hitze propagierte. Sie kommen auf rund 9 Prozent (LTW 2024: 6,2 Prozent). Die steirische Landtags-KPÖ unter Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler rangiert in der Umfrage bei rund 6 Prozent (LTW 2024: 4,5 Prozent). Für die NEOS setzte es laut Umfrage einen Vertrauensverlust: Rund 4 Prozent (LTW 2024: 6 Prozent) würden einen Landtags-Einzug knapp machen – trotz des laut Haselmayer als sympathisch wahrgenommenen Klubchefs Niko Swatek.

Zu den persönlichen Werten der Spitzenexponenten meinte Meinungsforscher Haselmayer, dass der erst kürzlich 50 Jahre alt gewordene Kunasek mittlerweile in einer eigenen Liga spiele, denn die anderen Parteichefs kämen nicht annähernd an dessen Werte heran. In einer fiktiven LH-Direktwahl käme Kunasek auf 47 Prozent Zustimmung. Anders die ÖVP: Deren Chefin Manuela Khom käme derzeit nur auf 16 Prozent in einer Direktwahl. “Khom hat katastrophale Persönlichkeitswerte, die die Landespartei nicht nach oben ziehen”, kommentierte der Meinungsforscher in der Zeitung. Während 42 Prozent sie weitgehend als die richtige Person an der Spitze der ÖVP sähen, seien 40 Prozent gegenteiliger Meinung.

Kunasek als blauer Spitzenmann im Bund präferiert

SPÖ-Spitzenmann Max Lercher liege in der Landeshauptmannfrage mit rund 20 Prozent besser. “Zwar hat auch Lercher mit der Unbeliebtheit des Bundesparteivorsitzenden Andreas Babler zu kämpfen, er schafft es als Person jedoch, über den Werten seiner Partei zu bleiben.”

Als Teil der Umfrage wurde auch erhoben, wie viele Steirerinnen und Steirer sich Mario Kunasek auch als bundesweiten Spitzenkandidaten der FPÖ wünschen würden. 49 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus. Kunasek hatte allerdings stets betont, dass sein Platz in der Steiermark sei.