Taschengeld-Tipps zum Schulbeginn

Mit dem ersten Taschengeld sammeln Kinder praktische Erfahrungen im Umgang mit Geld. Der Financial Life Park (FLiP) hat am Dienstag Taschengeld-Tipps für den Schulbeginn veröffentlicht. Das erste eigene Geld gebe Kindern die Möglichkeit, selbst finanzielle Entscheidungen zu treffen und aus den Erfahrungen zu lernen, sagte FLiP-Leiter Philipp List. Der Schulbeginn sei ein guter Anlass zur Einführung von Taschengeld, da Kinder damit ein erstes Verständnis für Zahlen entwickeln.
Mit Taschengeld lernen Kinder, Ausgaben zu planen, auf Wünsche zu sparen und finanzielle Entscheidungen selbst zu treffen, hieß es in einer Aussendung. Der Schulbeginn biete vielen Familien einen natürlichen Anlass, diese Verantwortung schrittweise zu übertragen. Laut FLiP sollten Kinder ihr Taschengeld wöchentlich und in bar erhalten. Regelmäßigkeit hilft Kindern, den Überblick über ihr Budget zu behalten. Mit zunehmendem Alter kann auf monatliche Zahlungen umgestiegen werden. Darüber hinaus sollten Eltern ihren Kindern erlauben, frei über ihr Taschengeld zu entscheiden. Auch Fehlkäufe sind wichtige Lernerfahrungen im Umgang mit Geld.
Damit das Taschengeld effektiv seinen Zweck als Instrument der Finanzbildung erfüllt, sollte es nicht als Erziehungsmittel verwendet werden. Der Financial Life Park am Erste Campus in Wien empfiehlt daher, Taschengeld unabhängig von Schulnoten und Verhalten auszuzahlen. Darüber hinaus sollen offene Gespräche über Sparziele, Wünsche und Ausgaben helfen, ein realistisches Verständnis von Geld zu entwickeln. Dabei lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen und die Folgen ihrer finanziellen Entscheidungen einzuschätzen.