Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Vietnam
Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen infolge heftiger Regenfälle sind in Vietnam mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Rund 500 Rettungskräfte suchten nach Vermissten und brachten Bewohner aus Gebieten in Sicherheit, in denen weitere Erdrutsche drohten, wie vietnamesische Staatsmedien am Samstag berichteten. Nähere Angaben zur Zahl der Vermissten und der Evakuierten lagen zunächst nicht vor.
Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur VNA zeigten Rettungskräfte bei Aufräumarbeiten nach Sturzfluten in der nordwestlichen Provinz Lai Chau. Seit Mittwoch wurden nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz und Deichmanagement in vier gebirgigen Provinzen im Norden des Landes mehr als 238 Hektar Reisfelder und andere Anbauflächen beschädigt. Zudem wurden demnach Nutztiere und Geflügel getötet oder von den Wassermassen fortgerissen.
Von Jänner bis Juni waren in Vietnam nach Behördenangaben bereits mindestens 30 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen. Die Schäden beliefen sich auf mehr als 21,7 Millionen Dollar (rund 18,7 Millionen Euro). Vietnam wird zwischen Juni und September regelmäßig von schweren Regenfällen getroffen. Nach Erkenntnissen von Wissenschaftern werden extreme Wetterereignisse infolge des menschengemachten Klimawandels jedoch häufiger und zerstörerischer.