Tote nach ukrainischen Drohnenattacken in besetzten Gebieten

13.07.2026 • 22:27 Uhr

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden in den russisch besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Weitere 22 seien verletzt worden, teilten die von Moskau eingesetzten Gebietsverwaltungen mit. Ein großer Teil der Angriffe galt demnach Kraftfahrzeugen. Unter den Toten sind demzufolge mindestens zwei Lkw-Fahrer und die Insassen mehrerer Autos. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau wurden zuvor nach russischen Angaben drei Menschen getötet. Zudem seien fünf Menschen beim Absturz einer Drohne in einer Siedlung der Stadt Istra verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, am Montag mit. Eine weitere Tote wurde aus der westrussischen Region Belgorod gemeldet.

Bei einem russischen Luftangriff auf einen ausländischen Frachter in der Ukraine wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Besatzungsmitglieder getötet. Außerdem habe es auf dem Schiff unter der Flagge von Togo zwölf Verletzte gegeben, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Der Frachter sei während des Entladens von Mineraldünger in einem Schwarzmeerhafen bei Odessa getroffen worden.

In Odessa selbst wurden durch den nächtlichen Angriff mehr als ein Dutzend Busse in einem Fuhrpark zerstört oder beschädigt, wie Kiper mitteilte. Wohnhäuser und ein Sanatorium seien beschädigt worden. Der Gouverneur sprach von mindestens fünf Verletzten. Russland griff außerdem erneut den ukrainischen Hafen Tschornomorsk an.

Ukraine: Wieder 15 russische Schiffe getroffen 

Moskaus Angriff auf den Schiffsverkehr in Odessa wirkt dabei wie eine Antwort auf die ukrainischen Drohnenattacken gegen russische Tankschiffe im Asowschen Meer. Über Nacht seien dort weitere 15 Schiffe getroffen worden, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Es gehe um sieben Tanker, fünf Frachter, eine Fähre und zwei Schlepper. Von russischer Seite gab es dazu keine Angaben.

In den vergangenen acht Tagen seien 105 russische Schiffe beschädigt worden, erklärte Browdi. Die genaue Zahl ist nicht überprüfbar. Allerdings sind in den vergangenen Tagen Dutzende Treffer beobachtet worden, die Schiffe auf dem Asowschen Meer manövrierunfähig gemacht haben. Russland hofft, mit der Tankerflotte fehlenden Treibstoff auf die Halbinsel Krim zu bringen.

Russland: Ukrainische Angriffe auf Luftwaffenstützpunkte vereitelt

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB vereitelte nach eigenen Angaben eine Reihe geplanter ukrainischer Drohnenangriffe auf zwei Luftwaffenstützpunkte tief in Russland. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Erklärung des FSB meldet, sollen ukrainische Geheimdienste Angriffe auf die Stützpunkte Schagol im Ural und Ukrainka im Fernen Osten geplant haben.

Die mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden. Demnach habe die Ukraine Ballons und Drohnen genutzt, um Behälter mit weiteren Drohnen in die russische Grenzregion Brjansk zu transportieren. Von dort aus hätten diese zu den beiden Zielorten gebracht werden sollen. Vor einem Jahr hatte die Ukraine russische Luftwaffenstützpunkte tief im Landesinneren angegriffen und dabei nach US-Angaben rund zehn russische Militärflugzeuge zerstört. Unter den Zielen befand sich damals demnach auch der Stützpunkt Ukrainka.

Ukraine griff erneut Russlands Öl-Infrastruktur an

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU meldete erneute Angriffe auf Anlagen der russischen Öl-Infrastruktur. In der Nacht seien ein Öllager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol sowie drei Lagertanks an einer Ölverladestelle im Hafen Kawkas in der südlichen Schwarzmeer-Region Krasnodar getroffen worden, teilte der SBU mit.

Zudem habe die Ukraine zwei russische Patrouillenboote im Schwarzen Meer sowie Autofähren in Kertsch im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim und im Hafen Kawkas attackiert. Der russische Gouverneur von Stawropol bestätigte einen Angriff auf eine Industrieanlage in der Region. Angaben zum genauen Ziel des Angriffs machte er jedoch nicht. Die verstärkten Angriffe der Ukraine auf die russische Ölindustrie haben in Russland zu massiven Treibstoffengpässen geführt.