Tote und Vermisste durch Taifun “Saudel” in China

Der Taifun “Saudel” hat in China mehrere Opfer gefordert. In der chinesischen Provinz Jiangxi ist bei einem Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Elf Personen würden noch vermisst, teilten die örtlichen Behörden am Samstag mit. Bei schweren Überschwemmungen in der südostchinesischen Provinz Fujian ist laut Kathpress ein katholischer Priester ums Leben gekommen.
Zwölf Häuser seien beschädigt worden, erklärten die Behörden in Jiangxi. Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete zudem, mehr als zehn Menschen seien durch den Erdrutsch in Gaoping im Bezirk Suichuan eingeschlossen worden. Der Erdrutsch ereignete sich etwa um 04.00 Uhr morgens (Ortszeit).
Der ums Leben gekommene 55-jährige Priester, Wang Gengxian, wurde am Donnerstag auf dem Weg zu einer Kirche von den Wassermassen mitgerissen. Sein Leichnam wurde am Freitagnachmittag (Ortszeit) geborgen, teilte die Diözese Fuzhou laut dem Portal Asianews mit. Der Priester war zu einem seelsorglichen Einsatz zu einer Kirche unterwegs, als er von den Fluten erfasst wurde. Die Diözese rief zu Gebeten für den Verstorbenen auf.
Bereits siebenter Taifun heuer
Der Taifun “Saudel” hat in den vergangenen Tagen sintflutartige Regenfälle gebracht und Überschwemmungen in den Küstenregionen Chinas angerichtet, bevor er ins Landesinnere weiterzog. Nach Angaben von CCTV wurden 24 Fährverbindungen entlang der Küste eingestellt. In mehreren Städten wurde der Präsenzunterricht ausgesetzt, touristische Einrichtungen wurden vorübergehend geschlossen. Rund 250.000 Menschen aus besonders gefährdeten Gebieten wurden nach Behördenangaben evakuiert.
“Saudel” ist bereits der siebente Taifun, der China heuer heimsucht. Bereits in den vergangenen Wochen war China von einer Serie schwerer Naturkatastrophen getroffen worden. Dabei kam es zu zahlreichen Todesopfern und erheblichen Schäden.