Trio Con Brio gewinnt ersten Kitty Weinberger Musikpreis

Das junge Trio Con Brio (nicht zu verwechseln mit älteren Ensembles gleichen Namens, Anm.) hat den erstmals vergebenen Kitty Weinberger Musikpreis der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) gewonnen. Platz zwei ging an das Ensemble Artemisia, ein nach der Barockmalerin Artemisia Gentileschi benanntes Kollektiv für Alte Musik, Platz drei an das La Travesia Quintett. Die am Mittwoch übergebenen Auszeichnungen sind mit 7.500, 5.000 und 2.500 Euro dotiert.
“Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen neben der künstlerischen Qualität insbesondere die Originalität und Authentizität der Interpretation sowie die Entwicklung eines überzeugenden Programmkonzepts”, hieß es dazu in einer Aussendung. “Die teilnehmenden Ensembles waren eingeladen, mit einer eigenständigen Werkauswahl und einem selbstgewählten Programmtitel ein künstlerisches Gesamtkonzept zu gestalten. Dabei musste mindestens ein Werk von einer Komponistin stammen, dem nicht-westlichen klassischen Repertoire zuzuordnen oder nach 1980 entstanden sein.” Teilnahmeberechtigt waren nur Ensembles, bei denen zum Zeitpunkt des Anmeldeschlusses mehr als die Hälfte der Mitglieder an der MUK inskribiert waren.
Namensgeberin des Preises ist die 2024 verstorbene Katharina “Kitty” Weinberger (geb. Bunzl), die sich ihr Leben lang für zivilgesellschaftliche Projekte sowie für Minderheiten- und Frauenrechte einsetzte und 2008 gemeinsam mit ihrem Mann Peter Weinberger das Kammermusikfestival Wien initiierte. “Mit diesem Musikpreis halten wir nicht nur ihr Andenken wach, sondern fördern zugleich herausragende junge Talente”, betonte MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny.