Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine
In der Ukraine sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden. “In Odessa wurden zwei Menschen getötet, als Folge des nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohngebäude”, teilte Selenskyj am Freitag auf der Plattform X mit. Bei einem Luftangriff in der ebenfalls im Süden gelegenen Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur der südukrainischen Stadt Mykolajiw starben den Behörden zufolge zwei Menschen. Zudem seien drei zivile Schiffe unter ausländischer Flagge beschädigt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei ukrainische Staatsbürger, die sich an Bord eines der ausländischen Schiffe befunden hätten. Ein Todesopfer und fünf Verletzte gab es der Militärverwaltung zufolge bei einem Angriff in Cherson. Zudem musste der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz nach einem russischen Drohnenangriff die Arbeiten an einer Gasförderanlage in der nordöstlichen Region Charkiw einstellen.
Russland bestätigt Angriffe
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte hätten in der Nacht unter anderem Hafenanlagen in Odessa und Tschornomorsk angegriffen. Dabei sei auf die von den ukrainischen Streitkräften für die Verladung und Lagerung von Rüstungsgütern genutzte Hafeninfrastruktur und auf eine Drohnenproduktionsstätte gezielt worden. In Tschornomorsk sei auch ein Feuerlöschboot getroffen worden.
Insgesamt habe der Feind in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, sagte Selenskyj. Betroffen gewesen seien mehrere Regionen. Gegen die Region Sumy im Nordosten habe Russland 15 Gleitbomben eingesetzt. Es gebe einen Verletzten. Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur seien beschädigt worden.
Mehrere Tote in Russland und besetzten Gebieten
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde in der russischen Region Belgorod lokalen Behörden zufolge ein Mann in seinem Auto getötet. Einen weiteren Toten gab es laut dem von Moskau eingesetzten Gouverneur in der Stadt Horliwka, die in den von Russland eroberten ukrainischen Gebieten in der Region Donezk liegt. In der russisch besetzten ukrainischen Halbinsel Krim kamen mindestens zwei Menschen bei einem Drohnenangriff ums Leben. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte regionale Verwaltungschef, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Der Angriff fand demnach im Nordteil der Krim statt.
Ukrainische Drohnentruppen: Zwölf russische Schiffe getroffen
Unterdessen meldete der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, den Beschuss von weiteren zwölf russischen Schiffen im Schwarzen Meer. Getroffen wurden demnach neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Insgesamt steige damit die Zahl der seit dem 6. Juli angegriffenen Schiffe auf 159 – im Schwarzen Meer und dem mit ihm verbundenen Asowschen Meer. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.
“Die Flottenjagd geht weiter”, hieß es in einer bei Telegram veröffentlichten Mitteilung Browdis. Ziel sei es, die Logistik für Öl, Treibstoff und Fracht unter Umgehung der Sanktionen zu lähmen. Die Schiffe sollten ausgeschaltet werden. “Es ist nicht das Ziel, die Gewässer mit Ölflecken zu verschmutzen, daher keine Löcher in den Rümpfen”, teilte Browdi mit.
Russland führt seit mehr als vier Jahren seinen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.