Ermittlungen nach tödlichem Unfall auf Münchner Wiesn
Nach einem tödlichen Unfall eines Fahrgeschäft-Mitarbeiters auf dem Münchner Oktoberfest laufen Ermittlungen zur Ursache des Unglücks. Der 52-Jährige war am Montag nach einem Betriebsunfall an einem Free-Fall-Turm im Krankenhaus gestorben. Bei dem Fahrgeschäft rauschen Fahrgäste in einer Gondel aus hoher Höhe nach unten. Der Mann habe sich wohl in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen, hatte es am Abend des Unfalls geheißen.
Er sei getroffen, möglicherweise auch eingequetscht worden. Der lebensgefährlich Verletzte wurde den Angaben nach noch reanimiert, starb dann aber im Krankenhaus. Fahrgäste waren laut Polizei zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt.
Die Polizei bat Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden. Ein Kriseninterventionsteam betreute einem Sprecher zufolge neun Beschäftigte des Fahrgeschäfts und Augenzeugen des Unfalls. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause reagierte bestürzt: “Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen”, teilte der Grünen-Politiker mit.
Schon der zweite Unfall heuer
Es ist bereits der zweite Unfall in diesem Jahr auf dem Oktoberfest: In einem stehen gebliebenen Drehkarussell hatten Fahrgäste am Samstagabend etwa zwei Minuten lang kopfüber ausharren müssen, bevor sie aus ihren Sitzen geholt werden konnten. Grund der Panne war wohl ein defekter Sensor. Der TÜV prüfte das Ringelspiel erneut, gab es dann aber wieder frei.
Das 191. Oktoberfest geht noch bis zum 4. Oktober. Jährlich kommen mehr als sechs Millionen Besucherinnen und Besucher auf das Volksfest, das als größtes der Welt gilt.