UNO-Generalsekretär fordert internationale Regeln für KI
UNO-Generalsekretär António Guterres hat vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt und ein internationales politisches Regelwerk zu deren Nutzung gefordert. “KI verändert bereits grundlegend unsere Welt. Die Frage ist, ob wir diese Veränderung gemeinsam gestalten oder ob wir zulassen, dass sie uns gestaltet”, sagte Guterres bei einer Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz am Montag in Genf.
KI könne “Wunder vollbringen”, wenn sie eigenständig programmiere und Maschinen steuere, sagte der UNO-Generalsekretär. Allerdings dürfe die Zukunft der Menschheit nicht dem sogenannten Vibe-Coding überlassen werden. Bei der Entwicklung müssten die Menschenrechte ein leitender Gedanke sein. Nötig seien zudem “gemeinsame Methoden zur Bewertung und Überprüfung von Risiken” sowie Standards zum Kinderschutz beim Zugang zu KI-Systemen.
Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll nahm von österreichischer Seite in Vertretung von Bundeskanzler Christian Stocker (beide ÖVP) an der Konferenz in Genf teil. Man unterstütze “das Vorgehen der Vereinten Nationen, klare Spielregeln in Sachen KI festzulegen. “Insbesondere beim Schutz von jungen Menschen im digitalen Raum haben wir bereits mit dem Social-Media-Verbot Verantwortung übernommen. Dies alles geschieht nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus der klaren Überzeugung, dass Kinder geschützt werden müssen, bevor sie von Algorithmen geformt werden”, wurde Pröll in einem der APA übermittelten Statement zitiert. “Kinderschutz darf nicht dem Markt überlassen bleiben.”