Unwetter legte Teile der Obus-Flotte in Salzburg lahm

Heftige Gewitter mit starkem Regen haben am Sonntagabend in Salzburg für rund 80 Feuerwehreinsätze gesorgt. In der Landeshauptstadt kam es zu Störungen in der Elektrik der 25 während des Unwetters im Einsatz stehenden 60 Obusse. Laut einem Sprecher der Salzburger Linien dürften Feuchtigkeit und durch den Sturm aufgewirbelte Blätter oder kleine Äste sensible Sicherheitseinrichtungen auf dem Fahrzeugdach ausgelöst haben. Die Busse konnten nicht mehr weiterfahren.
“Das hat zwar zu erheblichen Einschränkungen im Betrieb geführt, dürfte aber größere Schäden an den Fahrzeugen verhindert haben”, sagte Reinhard Gassner, Geschäftsführer der Salzburg Linien. “Auch Fahrgäste waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.” Die betroffenen Obusse wurden abgeschleppt, der finanzielle Schaden dürfte sich in Grenzen halten. Am Montag standen im Frühverkehr alle verfügbaren Fahrzeuge der Flotte im Einsatz, um das Angebot aufrechtzuerhalten. Darum waren auch ältere Reservefahrzeuge auf den Straßen der Stadt unterwegs.
Überflutete Unterführungen, Segler in Seenot
Wegen des Unwetters standen auch mehrere Unterführungen unter Wasser – etwa das Nelböck-Viadukt beim Hauptbahnhof. Zudem mussten die Einsatzkräfte überflutete Keller auspumpen und umgestürzte Bäume entfernen. Am Hauptbahnhof drohte ein Baugerüst umzustürzen und musste gesichert werden.
Der Witterungsumschwung beschäftigte auch die Wasserrettung: Am Wallersee galt ein Bootsfahrer samt seinem Boot als vermisst, der Mann konnte nach kurzer Zeit wohlauf ausfindig gemacht werden. Am Mondsee schaffte es ein Segler aufgrund der stürmischen Winde und des Wellengangs nicht mehr aus eigener Kraft an das Ufer. Das manövrierunfähige Boot wurde in den Hafen geschleppt. Verletzt wurde niemand.