Chemische Reaktion verursachte Explosion in NÖ Pyro-Firma

21.08.2026 • 21:23 Uhr

Nach der Explosion am Donnerstag in einem Pyrotechnik-Unternehmen in Winzendorf-Muthmannsdorf (Bezirk Wiener Neustadt) liegt nun ein erstes Ergebnis zur Ursachenermittlung vor. Als Auslöser gilt eine chemische Reaktion in einem Abfallbehälter im Labor der Firma, bestätigte die Polizei Freitagabend auf Anfrage einen “Kurier”-Bericht. Ein 45-Jähriger wurde verletzt. Welche Substanzen miteinander reagierten und wie es dazu kommen konnte, war noch Gegenstand von Untersuchungen.

Die Erhebungen werden vom Landeskriminalamt Niederösterreich und dem Bundeskriminalamt geführt. Der verletzte Mitarbeiter aus dem Bezirk Wiener Neustadt wurde ins Wiener AKH geflogen. Noch am Donnerstagabend haben sich Bedienstete des Innenministeriums sowie Spezialisten des Einsatzkommandos Cobra ins Innere des betroffenen Gebäudes begeben. Sie stellten dort laut Baumschlager sicher, “dass es keine Gefährdung für die Ursachenermittlung gibt”.

“Brand aus” nach wenigen Stunden

Zur Werkshalle ausgerückt waren Donnerstagmittag mehr als 100 Mitglieder von 13 Feuerwehren, 28 Fahrzeuge wurden aufgeboten. Relativ rasch wurden die Flammen im Innen- und Außenangriff unter Kontrolle gebracht. Kurz vor 16.00 Uhr hieß es “Brand aus”.

Die Explosion ereignete sich bei der Firma Astotec Pyrotechnic Solutions. Das Unternehmen wurde evakuiert, sämtliche Mitarbeiter wurden in Sicherheit gebracht. Die Personen sammelten sich in einer Schule in Winzendorf, wo auch ein Kriseninterventionsteam zur Verfügung stand. Die Höhe des Schadens war vorerst unbekannt. “Unsere Gedanken sind bei unserem Mitarbeiter”, hieß es am Donnerstag unter anderem seitens des Unternehmens. Weitere Fragen wurden am Freitag von der Firma vorerst nicht beantwortet.