Venedig kassierte dank Tagestouristen fünf Mio. Euro

Die Tagesgebühr für Touristen, die seit April an 60 Tagen eingehoben wurde, hat der Gemeinde Venedig bisher Einnahmen in Höhe von 5 Mio. Euro beschert. 650.000 Personen zahlten die Sonderabgabe von fünf Euro, die alle Besuchenden zahlen müssen, die zwischen 8.30 Uhr und 16.00 Uhr in die Lagunenstadt wollen, teilte die Gemeinde Venedig am Sonntag mit. Dafür mussten sie im Vorfeld im Internet einen QR-Code erwerben, der an den Zugangspunkten zur Stadt kontrolliert wurde.
Das Eintrittsgeld 2026 wurde an 60 Tagen, zwischen dem 3. April und dem 26. Juli, gezahlt. 2025 war es an 54 Tagen zu zahlen, im Jahr 2024 nur an 29 Tagen. Die Gebühr betrug fünf Euro für Besucher, die spätestens bis zum viertletzten Tag vor dem geplanten Besuch zahlen. Wer innerhalb der letzten vier Tage vor dem Zutritt buchte, musste zehn Euro entrichten. Ziel der Staffelung ist es, frühzeitige Reservierungen zu fördern und die Steuerung der Besucherströme zu verbessern.
Gemeinde will über dauerhafte Einführung entscheiden
Die Gemeinde will auf Grundlage der Erfahrungen über eine mögliche dauerhafte Einführung entscheiden. Nicht angewendet wird das Zugangsentgelt auf die kleineren Inseln der Lagune. Von Registrierung und Zahlung befreit sind unter anderem Bürger mit Wohnsitz in der Region Venetien, Studierende und Pendler.
Befürworter sehen die Maßnahme als symbolisches Zeichen: Venedig sei fragil und müsse geschützt werden. Kritiker bemängeln die zahlreichen Ausnahmen und das Fehlen einer verbindlichen Besucherobergrenze. In der Altstadt leben heute weniger als 50.000 Menschen, während Millionen von Touristinnen und Touristen die Stadt jährlich besuchen.