Vienna Shorts: Hauptpreis an indonesischen Regisseur

30.05.2026 • 22:00 Uhr

Bei der 23. Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals Vienna Shorts sind am Samstagabend im Stadtkino im Künstlerhaus die Preise vergeben worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Wiener Kurzfilmpreis im internationalen Wettbewerb Fiction & Documentary ging an “Kota Emas (Golden Island)” des indonesischen Regisseurs Arief Budiman, der sich damit auch für die Oscars qualifiziert.

Der Animationsfilm “toward a fundamental theory of physics” des belgischen Regisseurs Victor Van Rossem erhielt den mit 2.500 Euro dotierten ASIFA Austria Award im internationalen Wettbewerb Animation Avantgarde und damit ebenfalls eine Oscar-Qualifikation. Der Österreichische Kurzfilmpreis (4.000 Euro und 2.000 Euro Postproduktionsgutschein) ging an das Regie-Duo Emma Hütt und Tina Emy Muffler für das Roadmovie “Bleifrei 95”. Neben der Qualifikation für die Oscars ist der Film auch im Rennen um den Europäischen Filmpreis. Alle drei Filme erhalten zudem eine neu gepflanzte Baumtrophäe, “über die ihre Filme nachhaltig in Wien verwurzelt werden”, wie es seitens der Veranstalter heißt.

“Unerschrockene Neugier auf Möglichkeiten des Kinos”

“Die drei Hauptpreise eint eine unerschrockene Neugier auf die Möglichkeiten des Kinos – ob im hybriden Essay über koloniales Erbe, in der meditativen Erkundung von Licht und Zeit oder im rauschhaften Roadmovie voller queerer Lebensfreude. Was sie verbindet: ein leidenschaftlicher Blick auf Menschen und Bilder und die Überzeugung, dass Kino erinnern, befragen und befreien kann.”

Die Preise der Jury und somit die zweiten Preise in den drei Wettbewerben gingen an Mauricio Reyes für “Pacífico” (ausgezeichnet für die beste Bildgestaltung), an Shui Yuan für den Film “Not Satisfied, Redo” (für die besondere künstlerische Leistung) sowie an Karolina Malwina Gruschka als beste Newcomerin für “this, too, will be liquid”. Der Österreichische Musikvideopreis ging bereits am Freitagabend an Ioan Gavriel und Fjodor Carl Kelling für das Video zu “Bubblegum” von Dafina Sylejmani alias Dacid Go8lin. Insgesamt wurden Preise im Wert von über 30.000 Euro vergeben.

Insgesamt 352 Filme aus 66 Ländern

Für Max Bergmann, der neben der kaufmännischen Leiterin Karin Ginzel mit dieser Ausgabe seine erste als künstlerischer Leiter von Vienna Shorts abschloss, zeugen die preisgekrönten Filme “von unmittelbarer, politischer Gegenwartskraft”, wie es in der Aussendung heißt. An sechs Festivaltagen waren an verschiedenen Standorten in Wien insgesamt 352 Filme aus 66 Ländern zu sehen. Auf der europäischen Streamingplattform This Is Short gibt es die Möglichkeit, aktuelle Filme des Festivals sowie internationales Kurzfilmkino zu streamen.

(S E R V I C E – )