Vier Verletzte bei Bergunfällen in Tirol

04.07.2026 • 22:52 Uhr
Vier Verletzte bei Bergunfällen in Tirol

In Tirol sind am Samstag vier Bergsteiger bei Unfällen schwer verletzt worden, zwei davon am Großglockner, berichtete die Polizei. Ein 29-jähriger Tscheche war mit seiner Frau in einer Zweier-Seilschaft über den Stüdlgrat in Richtung Gipfel unterwegs. Auf einer Seehöhe von knapp 3.700 Metern dürfte die Selbstsicherungsschlinge des als Vorsteiger fungierenden Mannes gerissen sein. Der 29-Jährige stürzte zehn Meter in die Tiefe und blieb auf einem Felsvorsprung liegen.

Ein Bergsteiger aus der vorausgehenden Seilschaft stieg zu dem Schwerverletzten hinab und leistete Erste Hilfe. Aufgrund der Witterung konnte der Notarzthubschrauber zunächst keine Bergung durchführen. Erst einem danach hinzugezogenen Polizeihubschrauber gelang die Taubergung. Nach der Übergabe an den Notarzthubschrauber wurde der Verunglückte ins Krankenhaus geflogen.

Die Großglockner-Besteigung in Begleitung eines Bergführers über den Normalweg wurde einem 39-Jährigen am Samstagnachmittag zum Verhängnis. Der Deutsche blieb auf rund 3.000 Metern am Ködnitzkees mit dem Fuß in der weichen Schneeauflage hängen und stürzte so, dass er sich schwere Verletzungen zuzog. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber zur Unfallambulanz in Lienz geflogen.

Zwei Frauen von herabfallenden Steinen schwer verletzt

Eine 30-Jährige ist am Samstag bei einer Bergtour in den Stubaier Alpen im Gemeindegebiet von Längenfeld (Bezirk Imst) schwer verletzt worden. Auf dem Weg zum Gipfel der Wilden Leck hatte sich oberhalb der Frau eine große Granitplatte gelöst und die Alpinistin am rechten Fuß eingeklemmt. Ein 39-jähriger Begleiter hob die Platte an und befreite die Österreicherin. Die 30-Jährige wurde von der Besatzung eines Notarzthubschraubers mit einem Tau geborgen und in das Krankenhaus Zams geflogen.

Im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol wurde eine 60-jährige Frau von einem herabfallenden Stein ebenfalls am Fuß schwer verletzt. Die Österreicherin wollte nach einer Radtour in das Landeggtal zu Fuß den “Rabenstein” erreichen. Auf einem steilen Abschnitt griff die Frau mit beiden Händen nach einem größeren Stein, der sich dadurch löste und auf ihren Fuß fiel. Auch in diesem Fall musste der Notarzthubschrauber aufsteigen und die Verletzte ins Krankenhaus bringen.