Waldbrände im Süden der Türkei noch nicht unter Kontrolle

Brände in den drei türkischen Provinzen Antalya, Adana und Mersin im Süden des Landes sind noch nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr steht im Dauereinsatz gegen Feuer, die stellenweise seit zwei Tagen lodern. Die Generaldirektion für Forstwirtschaft berichtete am Mittwoch, dass die Brände in Antalya und Mersin an Intensität verloren hätten, während man in Adana ununterbrochen gegen den dort weiterhin wütenden Brand vorgehe, so die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Waldbrände in Antalya, die bereits am Montagabend ausgebrochen waren, lodern in den Bezirken Aksu und Kepez, rund 35 Kilometer nördlich vom Stadtzentrum. Ein weiteres Feuer im Bezirk Kumluca wurde größtenteils unter Kontrolle gebracht. Zur Sicherheit sind in Antalya mehr als 250 Häuser evakuiert. Acht Menschen kamen laut Anadolu mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.
In Adana griffen die Flammen vom Bezirk Kozan, der rund 80 Kilometer nördlich des Stadtzentrums liegt, auf die umliegenden Bezirke Imamoglu und Aladag über. Die Löscharbeiten hielten auch hier die Nacht über an. Die Brandursache war laut Anadolu zunächst nicht bekannt. Im gesamten Gebiet Adana sind neben 112 Fahrzeugen und mehr als 470 Einsatzkräften unter anderem auch Drohnen und ein Wasserwerfer im Einsatz. Die Provinzverwaltung hatte mitgeteilt, dass im Stadtteil Enizcakiri vorsorglich 40 Häuser evakuiert worden seien. Der am Dienstag ausgebrochene Brand im südtürkischen Mersin wurde unterdessen weitgehend unter Kontrolle gebracht.
Lange Trockenheit, starke Winde
In der Türkei kommt es im Sommer häufig zu Waldbränden, die durch lange Trockenheit und starke Winde begünstigt werden. Auslöser für die Brände seien häufig unzureichend gewartete Stromleitungen, die durch die Wälder führen, sagte Cihan Erdönmez von der Universität Istanbul. Forstminister Ibrahim Yumakli berichtete, im Jahr 2025 habe es mehr als 5.000 Waldbrände in der Türkei gegeben. 96 Prozent davon seien direkt oder indirekt vom Menschen verursacht worden.