Waldbrand bei Costa Brava weitgehend unter Kontrolle

04.07.2026 • 21:50 Uhr

Feuerwehrleute haben einen Waldbrand nahe der spanischen Touristenregion Costa Brava teilweise unter Kontrolle gebracht. Bis Samstag früh vernichteten die Flammen etwa 2.200 Hektar Vegetation, wie die katalanische Feuerwehr mitteilte. Ziel sei es, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen, bevor der Wind sich drehe. In Portugal bekämpften unterdessen hunderte Feuerwehrleute weiter einen im Norden des Landes wütenden Waldbrand.

Das Feuer in Spanien war Freitag in der Früh in der Nähe der Gemeinde La Bisbal d’Empordà in der nordöstlichen Region Katalonien ausgebrochen. Die Bewohner der Region wurden angewiesen, das Brandgebiet nicht zu betreten. Etwa 400 Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz.

Spanien ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Im vergangenen Jahr zerstörten Waldbrände in den Land nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fast 400.000 Hektar Vegetation, acht Menschen kamen ums Leben.

Waldbrand auch im Nachbarland Portugal

Auch im Nachbarland Portugal wütet seit Mittwoch ein Waldbrand. Rund tausend Feuerwehrleute, unterstützt von 380 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern, waren am Samstag im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Brand im Norden des Landes verwüstete bereits schätzungsweise 10.000 Hektar. Mindestens neun Menschen wurden verletzt.

Die portugiesischen Behörden hatten am Freitag beschlossen, den europäischen Katastrophenschutzmechanismus sowie bilaterale Abkommen mit Spanien und Marokko für Verstärkungen zu aktivieren. Spanische Soldaten waren am Samstag im Einsatz, um die Löscharbeiten zu unterstützen.

Auch Portugal wird jeden Sommer von Waldbränden heimgesucht. 2017 starben bei Bränden mehr als hundert Menschen.