Weißhaidingers EM-Start wackelt nach Hexenschuss noch

Ob Vizeeuropameister Lukas Weißhaidinger bei der am Montag beginnenden Leichtathletik-EM in Birmingham antreten kann, wird sich am Donnerstag entscheiden. In der vergangenen Woche verriss er sich den Rücken (Hexenschuss), bis jetzt war kein Diskus-Wurftraining mehr möglich. Für Mittwoch ist ein Test in der Südstadt angesetzt. “Es ist ein Lauf gegen die Zeit, am Donnerstag werden wir entscheiden, ob es reicht, oder ob wir absagen müssen”, sagte der Oberösterreicher zur APA.
Er sei in der Südstadt mit Therapien topversorgt und habe die Hoffnung, dass man es rechtzeitig hinbekomme. “So ein Hexenschuss ist natürlich ärgerlich, auch wenn er bei mir einmal im Jahr passiert. Aufgrund der Drehbewegungen kommt es vor, dass man sich einmal verreißt.” Es sei wichtig, schmerzfrei zur EM zu fahren. “Ich habe zwei Medaillen bei Europameisterschaften, und natürlich möchte ich meinen Vizeeuropameistertitel verteidigen. Aber ich möchte nur hinfahren, wenn ich gut drauf bin und die Chance habe, vorne mitzuwerfen. Das Ziel ist, hinzufahren.” Am Montag habe er bereits wieder Kugeln geworfen, am Dienstag spazierte er mit dem Diskus in der Hand über das Wurffeld und versuchte Drehbewegungen – die gut funktionierten.
Trainer Högler bleibt zuversichtlich
“Wir haben schon viel geschafft, ich glaube, dass wir das auch schaffen”, bleibt Trainer Gregor Högler zuversichtlich. “Der Ansatz ist der, du fährst nur zur EM, wenn du Österreich ordentlich vertreten kannst. Wenn eine gute Finalchance besteht, dann müssen wir fahren, weil wir Österreich vertreten müssen und dürfen. Aber wenn man mit Angst wirft, oder mit Respekt, das ist kein guter Partner”, sagte Högler zur APA und verwies auf das große Ganze, und das lautet Olympische Spiele und Weltmeisterschaften.
Beim Wurf-Test werden mehrere Versuche gemacht und am Schluss zähle auch die Weite, erklärte der Coach. Entscheidend werde sein, ob Weißhaidinger angstfrei werfen wird können. Für das Heimmeeting am vergangenen Samstag in Andorf musste Weißhaidinger wegen der aktuellen Rückenprobleme absagen, weil man das Risiko einer gröberen Verletzung nicht eingehen habe wollen. Davor bestritt der 34-Jährige elf Saisonwettkämpfe, gewann fünfmal und erzielte die Saisonbestleistung von 67,00 m Anfang Mai in Schwechat.