Weiterer Vergeltungsschlag der US-Streitkräfte gegen Iran

28.06.2026 • 01:45 Uhr

US-Streitkräfte haben einen weiteren Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Wie das US-Regionalkommando CENTCOM auf X mitteilte, richteten sich die Attacken gegen “mehrere Ziele”, getroffen worden seien “iranische militärische Überwachungseinrichtungen, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Mittel zur Minenverlegung”. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf einen erneuten iranischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff nahe der Straße von Hormuz.

US-Präsident Donald Trump nannte als Grund für die Angriffe des US-Militärs die Verletzung des Waffenstillstandsabkommens. “Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen”, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. “Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.”

Es war der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Einem Bericht des Senders Fox News zufolge sind die US-Angriffe “abgeschlossen”. Der Sender beruft sich dabei auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums.

Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff

Erst in der Nacht auf Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.

Am Samstag hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar. Laut CENTCOM handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende “Kiku”. Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die “New York Times” unter Berufung auf einen US-Beamten.