Wien Energie versorgt Tiergarten Schönbrunn mit Fernwärme

Die Wien Energie hat ihr Fernwärmenetz im Bezirk Hietzing erweitert und dabei unter anderem den Tiergarten Schönbrunn angeschlossen. Künftig versorgt die Fernwärme neben den Zooanlagen auch das Verwaltungsgebäude, die Gastronomie und das Wüstenhaus vor den Toren des Tiergartens. Die Gaskessel-Anlage, die das 17 Hektar große Areal bisher beheizt hat, war mit zehn Megawatt Leistung die größte noch aktive bei einem Wien Energie-Kunden, sie wurde nun demontiert.
“Der Tiergarten Schönbrunn ist als ältester bestehender Zoo der Welt eine echte Wiener Institution. Mit dem Anschluss an die Fernwärme stärken wir die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und machen die Wiener Wärmewende an einem der bekanntesten Orte der Stadt sichtbar”, sagte Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke (SPÖ), am Sonntag in einer Aussendung. Mit rund zwei Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich zählt der Tiergarten Schönbrunn zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs.
“Wer bedrohte Tierarten schützen will, muss auch verantwortungsvoll mit der Natur umgehen. Gerade im Winter sind viele unserer Tiere auf eine verlässliche Wärmeversorgung angewiesen. Gleichzeitig schafft das mittelfristig besser kalkulierbare Preisniveau mehr Planungssicherheit für unseren Betrieb”, sagte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
Neue Fernwärmeleitung erschließt weitere Gebäude
Die neue Fernwärmeleitung entlang der Maxingstraße schafft die Voraussetzung für einen Fernwärme-Anschluss in mehr als 60 Gebäuden. Die Fernwärme wird in Wien seit den 1960er-Jahren ausgebaut und versorgt heute mehr als 480.000 Wohnungen mit Heizung und Warmwasser, hieß es weiter. Wien Energie investiere in den kommenden Jahren etwa eine Milliarde Euro in den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme und 1,7 Milliarden Euro in den Ausbau von Sonnen-, Wind- und Wasserkraft.