WK Wien senkt Kammerumlage bis 2029 um 25 Prozent

20.05.2026 • 12:03 Uhr

Die Wiener Wirtschaftskammer senkt den Mitgliedsbeitrag: Die “Kammerumlage 2” (KU2) wird ab 2027 in mehreren Schritten reduziert. Das teilte die Kammer am Mittwoch mit. Ein entsprechender Beschluss im Wirtschaftsparlament sieht vor, dass die KU2 um insgesamt 25 Prozent gekürzt wird. 2029 soll der Hebesatz statt wie bisher 0,24 nur noch 0,18 Prozent betragen.

Laut Aussendung wurde der von den Fraktionen Wirtschaftsbund, SWV, Freiheitliche Wirtschaft und UNOS eingebrachte Antrag einstimmig beschlossen. Die Reduktion der Beiträge stehe schon seit Jahren auf der Agenda, versicherte Kammerpräsident Walter Ruck. “Was dabei wichtig ist: Diese umfangreiche Reduktion der Kammerumlage 2 fußt auf Effizienzsteigerungen”, hielt er fest.

Verweis auf Kostensenkungen

So habe Wien bereits 2019 mit der Zusammenführung von zehn Standorten der Wirtschaftskammer Wien in ein zentrales Haus sowie einer umfassenden Organisationsreform die Basis dafür gelegt, erläuterte Ruck. Dadurch seien Kosten gesenkt worden. Auf geplante Investitionen, etwa in die IT-HTL, wirke sich die Senkung der Umlage nicht aus, wurde beteuert.

Die Maßnahme startet per 1. Jänner 2027. Der Hebesatz der KU2 – Basis ist hier die Lohnsumme – wird jährlich reduziert. Im kommenden Jahr wird sie 0,22 Prozent betragen, 2028 dann 0,2 Prozent und 2029 letztendlich 0,18 Prozent. Damit trage man 22 Mio. Euro zum Sparziel der Wirtschaftskammer Österreich bei, hob Ruck hervor: “Wir gehen damit nicht nur mit gutem Beispiel voran, sondern leisten auch einen überproportionalen Beitrag für die gesamte Kammerorganisation.”