Zoll entdeckte im Halbjahr 144 Kilo Suchtgift

Der österreichische Zoll hat heuer im ersten Halbjahr 552 Suchtgiftaufgriffe mit einer Gesamtmenge von 144,3 Kilogramm verzeichnet. Den größten Anteil machte Cannabis mit 108,7 Kilo aus, gefolgt von Kokain mit 28,6 Kilo. 1.311 Mal wurden Tabakschmuggel aufgedeckt und unter anderen Rauch- und Dampfwaren sowie 2,1 Millionen Zigaretten gefunden. 207.593 Stück Arzneiwaren wurden von Jänner bis Juni aufgegriffen. Beim Artenschutz gab es 105 Meldungen, darunter fünf lebende Tiere.
In den Bereichen Zollabfertigung, mobile Kontrolle, Reiseverkehr und Verbrauchsteuer wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 318.204 Kontrollen durchgeführt, teilte das Finanzministerium am Freitag in einer Aussendung mit. In Sachen Bargeld gab es 1.178 Anmeldungen und 61 Verfahren. Dabei wurden nicht korrekt angemeldete Geldbeträge in Höhe von insgesamt 1,56 Millionen Euro festgestellt. Zusätzlich flogen drei Falschgeldsendungen mit einem Gesamtwert von 12.950 Euro auf. Bei den Strafsachen wurden insgesamt 2.549 Strafverfahren erledigt. Die ausgewiesenen Strafen einschließlich Wertersatz, Werterlag und Verfall beliefen sich auf 923.387 Euro.
Abgaben und Steuern
Neben der Bekämpfung von Schmuggel und illegalem Warenverkehr gehört zu den zentralen Aufgaben des Zolls auch die Erhebung von Steuern und Abgaben. Von Jänner bis Juni 2026 gab es mehr als 4,1 Millionen Zollanmeldungen und ein Abgabenaufkommen von 4,15 Milliarden Euro. Den größten Anteil machte die Mineralölsteuer mit 1,74 Milliarden Euro aus, gefolgt von der Tabaksteuer mit 1,08 Milliarden Euro. Weitere 757 Millionen Euro entfielen auf nationale Emissionshandelszertifikate. Die Einfuhrumsatzsteuer betrug 206 Millionen Euro, die Zölle beliefen sich auf 168 Millionen Euro.
“Unsere Zöllnerinnen und Zöllner schützen die Bevölkerung, gehen gegen Schmuggel vor, sorgen für faire Wettbewerbsbedingungen und sichern wichtige Einnahmen für den Staat”, betonte Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) in der Aussendung. “Mehr als vier Millionen Zollanmeldungen und über 318.000 Kontrollen sind eine beeindruckende Leistung”, dankte sie den über 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zollamts Österreich (ZAÖ).