Sport

“Laut antirassistisch sein!”

06.06.2020 • 09:48 Uhr
David Alaba (links) und Valentino Lazaro
David Alaba (links) und Valentino Lazaro APA/ROBERT JAEGER

Lazaro und Alaba meldeten sich auf den sozialen Medien zu Wort.

Die beiden Fußball-Teamspieler Valentino Lazaro und David Alaba haben sich in den sozialen Netzwerken deutlich gegen Rassismus positioniert. Lazaro hielt in einem fünfminütigen Instagram-Video eine emotionale Rede, in der er von eigenen Rassismus-Erfahrungen erzählte, sich zu den USA-Protesten äußerte und zu einer aktiv antirassistischen Haltung aufrief.

Es brauche Veränderung, so Lazaro. “Rassismus wird nicht vom einen auf den anderen Tag verschwinden, aber wir können hier einen Grundstein legen und eine bessere Welt für die nächsten Generationen schaffen. Es ist nicht genug, nicht rassistisch zu sein, es ist die Zeit, aktiv und laut antirassistisch zu sein.” Er lobte diejenigen, die dies bereits seien. “Und ich sehe auch euch, die ihr plötzlich in den sozialen Medien nichts mehr zu sagen habt.”

“Warum soll ich meinen Mund halten?”

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Der Sohn eines Angolaners und einer Österreicherin mit griechischen Wurzeln wuchs in Graz auf. Bereits als Jugendlicher wechselte er in die Salzburg-Akademie, nach anschließenden Auslandsstationen in Berlin und Mailand spielt Lazaro nun beim englischen Premier-League-Club Newcastle. “Ich habe selbst Rassismus erfahren, meine Familie hat Rassismus erfahren, und ich habe viele enge Freunde, die Rassismus erfahren haben.”

Im Kampf dagegen strich der 24-Jährige Bildung als Schlüssel hervor. “Bilde dich fort, informier die Menschen um dich herum, deine Kinder”. Sein Video beendete er mit einem Appell: “Es braucht Gerechtigkeit für George Floyd, und es braucht Veränderung.”

Alaba: “Das Böse bekämpfen”

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Alabas und Lazaros Teamkollege, Marko Arnautovic, hatte den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes als “traurig und heftig” bezeichnet und angesichts der Proteste gegen institutionalisierte Gewalt am Donnerstag gemeint: “Bei den Protesten stehe ich zu 100 Prozent dahinter.” Er habe viele dunkelhäutige Freunde. “Man muss jeden respektieren, egal, von wo er kommt oder welche Hautfarbe er hat.”