Sport

Altacher halten WSG in Schach

21.08.2021 • 22:40 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Atdhe Nuhiu (l.) war in den Zweikämpfen präsent, nach vorne ging allerdings auch bei ihm nicht viel. <span class="copyright">gepa</span>
Atdhe Nuhiu (l.) war in den Zweikämpfen präsent, nach vorne ging allerdings auch bei ihm nicht viel. gepa

Im Westderby sicherte sich Altach mit dem 0:0 gegen Tirol einen Punkt.

Zumindest vorübergehend klettern die Altacher vom vierten auf den dritten Tabellenrang. Dafür reichte die Nullnummer gegen die WSG Tirol und eine durchschnittliche Leistung in einem schwachen Bundesligaspiel mit wenigen Highlights. Die Hintermannschaft der Rheindörfler hielt die Offensivbemühungen der Hausherren in Schach, ließ wenig zu und verengte die Räume geschickt. Es sollte dies das Erfolgsrezept für den einen Zähler werden.

Samuel Mischitz (l.) feierte gestern ein ruhiges Bundesligadebüt. <span class="copyright">gePA</span>
Samuel Mischitz (l.) feierte gestern ein ruhiges Bundesligadebüt. gePA

Debüt

Die erste Frage nach dem Ersatz für Rechtsverteidiger Manuel Thurnwald beantwortete Damir Canadi mit dem Einsatz von Samuel Mischitz. Der 18-Jährige feierte damit sein Bundesligadebüt und sollte eine ruhige Premiere erleben.
Bei den Tirolern überraschte zwar das Personal nicht, sehr wohl aber deren taktische Ausrichtung. Statt einem 4-4-2 setzte Trainer Thomas Silberberger nämlich auf ein 3-5-2 bei eigenem Ballbesitz. Und vom Ballbesitz sollten die Hausherren genug haben, übernahm die WSG doch von Beginn weg das Spiel. Die Altacher konzentrierten sich hingegen auf ihre Defensivarbeit und verstanden es gut, die Räume eng zu halten. Dies ging allerdings zulasten des eigenen Umschaltspiels. Zumeist wurden die Ball­eroberungen wieder schnell abgeschenkt, da die Stürmer wie Atdhe Nuhiu sich einer deutlichen Überzahl gegenübersahen.
So blieben die Möglichkeiten auf beiden Seiten dünn gesät. Zunächst versuchten sich die Tiroler, die durch Tobias Anselm in der 11. Minute ihre größte Chance vorfanden. Nach der Hereingabe von Leon Klassen verzog der Stürmer allerdings aus zentraler Position.
In der 23. Minute fanden auch die Rheindörfler ihre Möglichkeit für die Führung vor. Nach einer Ecke legte Stefan Haudum für seinen Mittelfeldkollegen Felix Strauss vor, dessen Abschluss aus rund drei Metern klärte aber Klassen auf der Linie. Und da der Schiedsrichter Strauss kurz vor der Pause den Elfmeterpfiff verwehrte, ging es mit der Nullnummer in die Kabinen.

Berkay Dabanli gehörte zu den besten Altachern und hielt den Laden hinten dicht. <span class="copyright">GEPa</span>
Berkay Dabanli gehörte zu den besten Altachern und hielt den Laden hinten dicht. GEPa

Ungenauigkeiten im Konter

Der Beginn des zweiten Durchgangs versprach mehr Aufreger. Zunächst konnte sich Altach-Rückhalt Tino Casali bei einem Schuss aus spitzem Winkel von Anselm (47.) auszeichnen. Die Rheindörfler wurden durch Dominik Reiter ein erstes Mal nach dem Seitenwechsel in der Offensive vorstellig. Seiner Hereingabe in Minute 58 fehlte jedoch die Präzision, wodurch noch ein Abwehrspieler seinen Fuß dazwischen bekam und die große Chance für Nuhiu vereitelte.
Es folgte noch eine Doppelchance durch den Tiroler Fabian Koch, zunächst per Dis­tanzschuss, dann per Kopfball (beide 63.), wobei auch diese Möglichkeiten nicht die ganz große Gefahr ausstrahlten. Kurz zuvor hatte Canadi auf eine Dreierkette in der Abwehr umgestellt und in der Folge erhielten seine Mannen mehr Zugriff und stellten die Hausherren vor größere Probleme bei den Offensivbemühungen. Die Begegnung verflachte nach dem kurzen Strohfeuer aber wieder und wirkliche Highlights blieben Mangelware. Weiterhin hatten die Hausherren mehr vom Spiel, ohne sich weitere Chancen erarbeiten zu können.
Und die Altacher zeigten im Umschaltspiel weiterhin Ungenauigkeiten. Bei der Ball­eroberung von Nuhiu (79.) stand Daniel Nussbaumer in der Folge im Abseits und bei jener von Haudum (83.) verhinderte ein ungenaues Zuspiel den Konter.

Valentino Müller (r.) wurde gegen seinen Ex-Verein eingewechselt und musste sich im Zweikampf mit Marco Meilinger aufreiben. <span class="copyright">GEPA</span>
Valentino Müller (r.) wurde gegen seinen Ex-Verein eingewechselt und musste sich im Zweikampf mit Marco Meilinger aufreiben. GEPA

Falsche Entscheidung

Und als bereits alle mit der Nullnummer rechneten, hätte Gia­como Vrioni die WSG noch erlösen können. Der Stürmer entschloss sich anstelle der Hereingabe jedoch für den Abschluss und traf nur das Außennetz. Dadurch blieb es bei der Punkteteilung, weil die ­Altacher in der Defensive zumeist alles im Griff hatten, im Konter allerdings keine Gefahr erzeugen konnten.

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