Gold für Mähr – 64 Jahre nach Hubert Hammerer

Der Bregenzer Vorschoter Lukas Mähr und seine Kärntner Steuerfrau haben in Marseille Gold bei den 470er-Seglern geholt.
Es ist vollbracht. Lukas Mähr hat mit seiner Steuerfrau Lara Vadlau Vorarlberger Sportgeschichte geschrieben: Der Bregenzer ist der erste Vorarlberger Olympiasieger bei Sommerspielen seit 1960, als der Bregenzerwälder Hubert Hammerer in Rom Gold bei den Schützen holte. Ganz nebenbei ist es Österreichs erste Goldmedaille bei diesen Spielen. Vadlau/Mähr gingen als Führende in das heutige Medal Race der zehn besten Teams – und hatten dabei vier Punkte Vorsprung auf die Spanier Xammar/Brugman und elf Punkte Vorsprung auf die Japaner Okada/Yoshioka. Daher legten die beiden Österreicher ihr Rennen auf die Spanier aus, die ihnen maximal drei Plätze abnehmen durften. Vadlau/Mähr waren zunächst Letzte, die Spanier lagen unmittelbar vor ihnen. Während die Iberer nicht ins Fahren kamen, attackierten Vadlau/Mähr nach der zweiten Zwischenzeit, fuhren bis auf Platz sechs vor und behielten dann die Nerven. Das rot-weiß-rote Duo ging nicht ins letzte Risiko, pendelte sich bei Platz sieben ein. Okada/Yoshioka hätten bei dieser Platzierung von Vadlau/Mähr den Sieg im Medal Race benötigt, um die Österreicher noch abzufangen. Aber die Japaner blieben auf Platz drei hängen, Vadlau/Mähr brachten Platz sieben souverän über die Ziellinie und waren Olympiasieger. Wahnsinn!