Funken voller Teamgeist

Erik Winkler ist Funkenmeister bei der Altacher Funkenzumpft. Sicherheit und Gemeinschaft sind dem 35-Jährigen wichtig.
Wie wurden Sie Funkenmeister?
Erik Winkler: Dabei bin ich seit sechs Jahren. Irgendwann hat es einfach gepasst – und so bin ich hineingewachsen und baue jetzt den Funken bereits zum zweiten Mal ganz alleine als Funkenmeister. Ganz wichtig ist für uns auch die Hexe oben auf dem Baum. Die gehört einfach dazu. Besonders schön ist, dass jedes Jahr auch die Kinder mithelfen und die Funkenhexe gemeinsam basteln. Da steckt richtig viel Gemeinschaft drin.
Wann beginnen Sie mit den Vorbereitungen?
Winkler: Eigentlich das ganze Jahr über, weil es immer etwas zu tun gibt. Für den heurigen Funken haben wir vor rund drei Monaten konkret begonnen. Wir holen Holz, spalten und sortieren es und bereiten alles Schritt für Schritt vor. Außerdem sammeln wir das ganze Jahr über Paletten, damit genügend Material zusammenkommt. Man braucht einfach genug Vorlaufzeit und muss gut planen – bei einem Funken gibt es laufend etwas zu erledigen.
Welches Material verwenden Sie?
Winkler: Heuer bauen wir einen Speltenfunken. Früher hatten wir viele Jahre lang einen reinen Palettenfunken. Der Funken wird innen mit Paletten und Christbäumen gefüllt, während außen die Spelten sorgfältig angebracht werden, damit die Form stabil bleibt und der Funken am Ende sein typisches Aussehen bekommt. Die Christbäume sammeln wir jedes Jahr nach Weihnachten im ganzen Ort ein. Wir sind die einzige Funkenzunft, die wirklich jede Straße im Ort abfährt und die Tannenbäume einsammelt. Das ist immer eine schöne Aktion, weil wir als große Gruppe unterwegs sind und gemeinsam alle Bäume einsammeln.
Wie sorgen Sie für Sicherheit beim Funken?
Winkler: Beim Aufbau muss man vor allem darauf achten, dass der Funken nicht umkippt und wirklich gerade steht. Das ist das Wichtigste, denn wenn die Grundlage nicht passt, kann der ganze Funken instabil werden. Unser Funkplatz ist sowieso gesperrt, damit niemand zu nahe an das Feuer kommt. Die Leute stehen auf der einen Seite und der Funken ist auf der anderen, da kann eigentlich nichts passieren. Mit der Feuerwehr wird das Ganze zusätzlich gesichert, und auch wir vom Funkenteam behalten alles im Blick. So läuft beim Abbrennen wirklich alles sicher ab und jeder kann den Funken ohne Risiko genießen.