Vorarlberg baut Nahwärme aus

Gleich zwei Großprojekte im Bezirk Dornbirn mit großen Schritten in Richtung Fertigstellung.
Im Bezirk Dornbirn sind diese Woche bei zwei Energieprojekten zentrale Bauteile für die künftige Wärmeversorgung angeliefert worden. In Lustenau und im Dornbirner Wallenmahd wurden die Biomassekessel für neue Heizkraftwerke eingehoben. Die tonnenschweren Komponenten wurden jeweils mit Spezialkränen millimetergenau an ihren Bestimmungsort gehoben und markieren einen sichtbaren Baufortschritt.

Fünf Megawatt für Lustenau
In Lustenau wurde der rund 30 Tonnen schwere Biomassekessel der Kelag Energie und Wärme auf seinen endgültigen Platz im Heizwerk gesetzt. Gefertigt wurde die Anlage in Kärnten, der Transport erfolgte per Tieflader. Der Kessel verfügt über eine Leistung von fünf Megawatt. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 28 Millionen Euro in das Biomasseheizwerk und das Fernwärmeleitungssystem. Im Endausbau soll ein 17 Kilometer langes Netz entstehen, über das jährlich rund 22 Millionen Kilowattstunden Fernwärme an Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Betriebe geliefert werden. Die Inbetriebnahme der Biofernwärme Lustenau ist für Herbst 2026 vorgesehen.


22.000 Tonnen weniger CO2
Auch in Dornbirn schreitet der Bau der neuen Energiezentrale der EnergieWerk Ilg GmbH voran. Seit Juni 2025 entsteht im Wallenmahd ein modernes Heizwerk zur Nutzung biogener Roh- und Reststoffe. Diese Woche wurden Komponenten der Hauptfeuerungsanlage mit Gewichten von 20 und 36 Tonnen angeliefert. Die Biomassefeuerung erreicht eine Kesselleistung von 19,5 Megawatt. Geplant ist eine jährliche Wärmeproduktion von 79 Millionen Kilowattstunden. Laut Unternehmen können dadurch rund 22.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Die neue Energiezentrale versorgt künftig das Fernwärmenetz in Dornbirn sowie umliegende Betriebe mit Heißwasser, Dampf und Prozessenergie.


