_Homepage

Hoffnungsschimmer für Feinjersey-Mitarbeiter

25.03.2026 • 20:03 Uhr
Hoffnungsschimmer für Feinjersey-Mitarbeiter
Willy Hermann – Superfine übernimmt Vermögenswerte von Feinjersey.superfine

Nach der Insolvenz von feinjersey fabrics übernimmt Willy Hermann – Superfine einen Teil der Belegschaft und sichert damit Know-how und Produktion.

Der Harder Stoffhersteller Willy Hermann – Superfine hat wesentliche Vermögenswerte des insolventen Unternehmens feinjersey fabrics übernommen und führt damit Produktion und Kollektionen weiter. Zur Übernahme zählen Strickmaschinen, Produktionsanlagen, Umlaufvermögen sowie sämtliche betriebsrelevanten Unterlagen. Die Fertigung soll ohne Unterbrechung fortgesetzt und schrittweise in den Standort Hard integriert werden. Der bisherige Standort in Götzis steht hingegen vor dem Aus, nachdem zuletzt kein kostendeckender Betrieb mehr möglich war. Ein Teil der Mitarbeitenden, die von der Feinjersey-Insolvenz betroffen sind, wird von Willy Hermann – Superfine übernommen. Wie das sein werden, ist noch offen. Willy-Hermann-Geschäftsführer Ralph Hermann zufolge sei es „sehr positiv“, dass den Mitarbeiten eine Perspektive angeboten werden könne. Er bedauert aber auch, dass das nicht für alle möglich ist. Klar ist nämlich, dass Einsparungen notwendig bleiben, nachdem feinjersey fabrics in der Vergangenheit Verluste verzeichnet hatte. Ausschlaggebend für die Übernahme war unter anderem die teilweise identische Kundenstruktur. Während des laufenden Insolvenzverfahrens hatte sich die Unsicherheit bei Abnehmern deutlich verstärkt. Durch die rasche Übernahme soll die Betreuung bestehender Kunden gesichert und Vertrauen zurückgewonnen werden.

Synergien

Geschäftsführer Hermann bezeichnet die Integration als wichtigen Schritt für die notwendige Kontinuität in der Produktion und bei den Kundenbeziehungen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen Synergien durch die Erweiterung des Produktportfolios. Auch der zweite Geschäftsführer Martin Hermann verweist auf die enge Abstimmung aller Beteiligten. Die Umsetzung sei nur durch das Zusammenspiel von Masseverwalter, bisheriger Geschäftsführung und weiteren Partnern möglich gewesen. Superfine ist auf die Herstellung von Maschenstoffen spezialisiert und beliefert international die Wäsche- und Bekleid­ungsindustrie sowie den technischen Bereich. Das Familienunternehmen wurde 1934 gegründet und wird heute in dritter und vierter Generation geführt.